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Neuer freiwilliger Dienst bei der Bundeswehr

Ab dem kommenden Jahr gibt es einen neuen Freiwilligendienst bei der Bundeswehr: den "Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz". Dabei sollen junge Menschen für mindestens ein Jahr Aufgaben in Deutschland übernehmen und sich für das Land einsetzen, zum Beispiel in Katastrophenfällen helfen. Nicht alle finden die Idee so gut. Hier erfahrt ihr alles, was ihr über den neuen Dienst wissen müsst.

Datum:

Was die Bundeswehr in Deutschland macht

Bei Hochwasser oder Schneekatastrophen oder wie jetzt in der Corona-Krise - die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, also der Armee von Deutschland, helfen nicht nur in Krisengebieten im Ausland. Auch hier in Deutschland wird gearbeitet. Zum Beispiel hilft die Bundeswehr beim Aufräumen nach Katastrophen oder versorgt betroffene Menschen. In der Corona-Zeit haben die Bundeswehrsoldaten etwa Schutzmaterial in Krankenhäusern und Gesundheitsämtern verteilt.

Soldaten verladen Kartons mit Schutzkleidung.
In der Corona-Krise hat die Bundeswehr geholfen.
Quelle: Jonas Güttler/dpa

Das sei aber nur möglich gewesen, weil die Soldatinnen und Soldaten nicht woanders auf der Welt gebraucht worden wären, sagte heute Annegret Kramp-Karrenbauer, die als Bundesverteidigungsministerin auch für die Bundeswehr zuständig ist. Das Problem ist nämlich: die Bundeswehr hat nicht genug Nachwuchs - es fehlt an Personal.

Das ist der neue Freiwilligendienst

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Vorstellung ihres neuen Konzeptes für den Wehrdienst
Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat heute den neuen Freiwilligendienst der Bundeswehr vorgestellt.
Quelle: dpa

Hier kommt der neue Freiwilligendienst ins Spiel: in dem freiwilligen Jahr sollen junge Menschen ausgebildet werden und dann in Deutschland für die Bundeswehr arbeiten. Im Ausland eingesetzt werden sie dann nicht. Das Angebot richtet sich also an alle, die für eine bestimmte Zeit bei der Bundeswehr arbeiten möchten aber nicht ins Ausland möchten. Die Idee dahinter: eine Art "Reserve" von Soldaten und Soldatinnen zu schaffen, die in Krisenfällen helfen können.

Der andere Freiwilligendienst

Es gibt auch schon einen anderen Freiwilligendienst der Bundeswehr. Der kann fast zwei Jahre dauern und dort kann es auch Auslandseinsätze geben. Viele entscheiden sich danach als Soldatin oder Soldat weiterzuarbeiten.

Sind zwei Freiwilligendienste einer zu viel?

Von Verbänden, die sich für die Gesellschaft einsetzen, sehen einige das Ganze kritisch. Sie sagen, es gäbe schon genug Freiwilligendienste, zum Beispiel das Freiwillige Soziale Jahr, das Freiwillige Ökologische Jahr, den Bundesfreiwilligendienst und das Programm "weltwärts" für Einsätze im Ausland. Einige von ihnen befürchten, dass sich mehr Leute für den neuen Bundeswehr-Freiwilligendienst entscheiden, als für die anderen Freiwilligendienste. Denn bei der Bundeswehr bekommt man zum Beispiel ein kostenloses Bahnticket oder mehr Gehalt. Auch Politiker der Partei die Grünen und die Linke haben den Plan kritisiert.

Würdet ihr diesen neuen Freiwilligendienst machen? Kommentiert hier!

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