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Gütersloh: Schulen und Kitas wieder dicht

Vorsichtshalber müssen die Schüler im Kreis Gütersloh wieder zu Hause lernen. Der Grund: Hunderte Mitarbeiter einer Fleischfabrik haben sich mit dem Coronavirus angesteckt.

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Ihr erinnert euch sicher an den Tag im März, als es plötzlich hieß: Ab morgen ist die Schule zu. Das haben die Schüler im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch schon wieder erlebt. Am späten Mittag wurde klar: Ab Donnerstag bleiben die Schulen und Kitas zu - bis zu den Sommerferien.

Ein leeres Klassenzimmer, an der Tafel steht geschrieben: Schule entfällt wegen Corona-Virus, Covid-19, SARS-CoV-2.
Im Kreis Gütersloh bleiben die Klassenzimmer jetzt wieder leer.
Quelle: picture alliance

Warum die Schulen geschlossen werden

Der Grund: In einem großen Schlachtbetrieb im Kreis Gütersloh haben sich mindestens 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die vor allem Schweine zerlegen, mit dem Virus angesteckt. In den verschiedenen Abteilungen von der Fleischfirma arbeiten wohl auch viele Mütter und Väter von Schulkindern. Mit der Schließung von Schulen und Kitas will man verhindern, dass sich das Virus im Kreis Gütersloh ausbreiten kann. Auch in der Fleischfabrik darf jetzt erstmal nicht weitergearbeitet werden. Etwa 7.000 Menschen wurden in Quarantäne geschickt.

Archiv: Tönnies Fleischfabrik
Der Schlachtbetrieb muss jetzt erstmal Pause machen.
Quelle: AP

Corona-Ausbrüche öfter in Fleischfabriken

Schon im Mai hatten sich auffällig viele Mitarbeiter von verschiedenen Fleischfabriken mit dem Virus angesteckt. Seitdem werden in mehreren Bundesländern Mitarbeiter solcher Fleischbetriebe auf das Virus getestet. So fielen jetzt auch die Ansteckungen in der Fabrik im Kreis Gütersloh auf.

Warum sich dort so viele anstecken

Die Fleischfirma aus Gütersloh vermutet, dass es an den gekühlten Räumen liegen könnte, in denen geschlachtet wird. Offenbar könne sich das Virus in gekühlten Räumen leichter ausbreiten. Viele vermuten aber auch, dass sich die betroffenen Fleischerei-Mitarbeiter nicht nur während der Arbeit angesteckt haben, sondern vor allem in ihren Unterkünften. In den Fleischfabriken arbeiten oft Menschen aus dem Ausland, die sich dann für eine bestimmte Zeit Unterkünfte teilen. Für die Unterbringung und Bezahlung der Arbeiter sind oft extra Firmen zuständig. Weil es für sie Kosten spart, bringen sie die Arbeiter oft in extrem kleinen Wohnungen, Kasernen oder Gemeinschaftsunterkünften unter. Dort leben dann viele Menschen auf engem Raum. Abstand halten ist also nicht möglich. So kann sich das Virus schnell ausbreiten. Um die Arbeitsbedingungen etwas zu verbessern, haben Politikerinnen und Politiker ein Gesetz beschlossen, das aber erst ab nächstem Jahr gilt. Mehr zu dem Gesetz erfahrt ihr im verlinkten Video.

diese vom center for disease control and prevention (cdc) erstellte illustration zeigt den neuartigen coronavirus 2019-ncov

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