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Die NSU-Morde

Zehn Morde hat die rechtsextreme Terrorgruppe NSU begangen. Erst nach Jahren kamen ihre Verbrechen heraus.

Datum:
ausgebranntes nsu- wohnmobil
Dieses ausgebrannte Wohnmobil brachte den Fall ins Rollen.
Quelle: dpa

Am 4. November 2011 fanden Polizisten in einem ausgebrannten Wohnmobil in Thüringen zwei tote Männer. Am gleichen Tag explodierte eine Wohnung in Sachsen. Darin sollen die beiden Männer zusammen mit einer Frau gewohnt haben. Bei der Durchsuchung fanden Polizisten Videos mit Hinweisen auf verschiedene Verbrechen. Zehn Morde, zahlreiche Bankraube und Anschläge hat der NSU begangen. Dabei handelt es sich vor allem um Anschläge gegen Ausländer. Der erste wurde schon im Jahr 2000 verübt.

NSU-Zelle
Der NSU: Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt, Beate Zschäpe
Quelle: ZDF

Die Toten hießen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt und gehörten zu einer rechtsextremen Gruppe, dem NSU. Das steht für "Nationalsozialistischer Untergrund". Auch die Frau, die mit den beiden Männern zusammen gewohnt hatte, war Teil dieser Gruppe. Die Frau heißt Beate Zschäpe. Sie hat sich danach der Polizei gestellt. Außerdem werden noch weitere Menschen verdächtigt, bei den Verbrechen geholfen zu haben.

Kritik am Verfassungsschutz

Während der Ermittlungen der Polizei gab es auch viel Kritik gegen eine staatliche Behörde: den Verfassungsschutz. Der Verfassungsschutz ermittelt zum Beispiel gegen rechtsextreme Gruppen. Dafür schleust er Menschen als Mitglieder in diese Gruppen ein. Dafür arbeitet er mit sogenannten V-Leuten. Das sind eine Art Spione. Sie sind in der Gruppe der Rechtsextremen aber gleichzeitig informieren sie den Verfassungsschutz darüber, was die Gruppe plant. Diese V-Leute haben trotzdem nichts herausgefunden.
Viele Politiker haben dem Verfassungsschutz vorgeworfen, versagt zu haben, weil er diese Verbrechen nicht verhindert hat. Experten und Politiker forderten deshalb, dass die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes in Zukunft besser zusammenarbeiten sollen. Der Chef des Verfassungsschutz wurde daraufhin entlassen.

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