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Plädoyers im NSU-Prozess

Schon mehr als vier Jahre steht Beate Zschäpe vor Gericht. Jetzt geht der sogenannte NSU-Prozess dem Ende zu.

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Mehr als vier Jahre dauert der Gerichtsprozess gegen Beate Zschäpe nun schon. Ihr wird vorgeworfen, einer rechtsextremen Terrorgruppe angehört zu haben, dem sogenannten NSU. Unter anderem soll sie geholfen haben, zehn Menschen zu ermorden. Darunter waren vor allem Menschen mit ausländischer Abstammung.

Beate Zschäpe im Gericht.
Beate Zschäpe mit ihrem Anwalt im Gericht.

Mitte Juli ist die Beweisaufnahme beendet worden. Das heißt, dass keine neuen Zeugen und Experten zu dem Fall befragt werden. Jetzt werden die sogenannten Plädoyers gehalten. Dabei tragen Anwälte und Verteidiger ihre Argumente vor und geben dem Richter ihre Empfehlung, wie Zschäpe bestraft werden sollte. Dienstag ist der letzte Prozesstag vor der Sommerpause.

Nach der Sommerpause werden die letzten Plädoyers gehalten - auch die Anwälte der sogenannten Nebenkläger halten noch Plädoyers. Nebenkläger sind zum Beispiel Angehörige von Opfern, die auch geklagt haben. Auch Beate Zschäpe kann sich noch selbst äußern, wenn sie das möchte. Das Urteil wird im nächsten halben Jahr erwartet.

Warum dauert der Prozess so lange?

Beate Zschäpe im NSU-Prozess
Beate Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess. Quelle: dpa

In dem Prozess wurden hunderte Zeugen befragt. Und außer Zschäpe sind noch vier Männer angeklagt, die den NSU unterstützt haben sollen. Diese Befragungen haben viel Zeit gekostet. Außerdem hat Beate Zschäpe im NSU-Prozess zweieinhalb Jahre lang geschwiegen. Auch das hat das Verfahren verlängert. Im Dezember 2015 hat sich Zschäpe dann doch geäußert: Sie hat zugegeben, von den Banküberfällen des NSU gewusst zu haben. Aber von den Morden und Anschlägen habe sie immer erst im Nachhinein erfahren.

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