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Mehr Geld für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes

In den vergangenen Wochen haben immer wieder Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes gestreikt. Damit wollten sie erreichen, dass sie mehr Geld verdienen. Ihre Vertreter haben nun mit den Politikern verhandelt - mit Erfolg!

Datum:

Im öffentlichen Dienst arbeiten ganz unterschiedliche Berufsgruppen. Dazu gehören zum Beispiel Mitarbeiter der Deutschen Bahn, Kranken- und Altenpfleger, Erzieher, Busfahrer, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und auch Forscher. Sie alle arbeiten nicht für eine Firma, sondern für die Menschen in Deutschland. Sie arbeiten also für die Öffentlichkeit und erledigen Aufgaben, von denen alle etwas haben. Deshalb werden sie auch vom Staat, der Stadt oder der Gemeinde bezahlt.

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Was ist das eigentlich genau? Welche Aufgaben haben die Mitarbeiter? Welche Jobs gehören dazu?

Videolänge:
1 min

Harte Verhandlungen

Doch viele Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes meinten, dass sie zu wenig Geld für ihre Arbeit bekommen. Die Mitarbeiter werden von der Gewerkschaft ver.di vertreten. Und die hat in den vergangenen Tagen mit den Politikern über mehr Geld verhandelt. Diese Verhandlungen nennt man Tarifverhandlungen.

warnstreiks im oeffentlichen dienst - hannover
Durch die Streiks fuhren viele Busse und Bahnen nicht.
Quelle: dpa

Vor den Tarifverhandlungen hatten Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in mehreren Städten an Warnstreiks und Protestaktionen teilgenommen. Deshalb fuhren dort eine Zeitlang keine Busse und einige Flugzeuge konnten nicht starten. In anderen Orten wurden Mülleimer nicht geleert und manche Kindergärten blieben geschlossen. Die Gewerkschaften hofften, dass sie so Druck auf die Politiker machen können.

Erfolg für den öffentlichen Dienst

Thomas Böhle, Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands, Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister, und Frank Bsirske, Verdi-Vorsitzender
Die Vertreter der Arbeitgeber und der Mitarbeiter freuen sich über die Einigung.
Quelle: dpa

Am Dienstagbend haben sich Vertreter der Gewerkschaften und Politiker dann geeinigt: Viele Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sollen höhere Löhne bekommen. Der Lohn soll jedoch nicht auf einmal mehr werden, sondern in drei Stufen erhöht werden. So müssen die Arbeitgeber nicht sofort viel mehr Geld bezahlen. Alle Mitarbeiter, die sehr wenig Geld verdienen, sollen außerdem einmal eine Zahlung von 250 Euro bekommen. Die Auszubildenden sollen zukünftig insgesamt 100 Euro und einen Urlaubstag mehr bekommen.

Mehr Geld in drei Stufen

Die erste Erhöhung für die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst soll  schon ab März 2018 gelten. Das nächste Mal sollen die Löhne dann ab dem 1. April 2019 steigen, also in knapp einem Jahr. Und auch zum 1. März 2020 soll es wieder  eine kleine Erhöhung geben.

Übrigens: Nicht alle Mitarbeiter in öffentlichen Einrichtungen gehören automatisch zum öffentlichen Dienst. Zum öffentlichen Dienst gehören die Mitarbeiter, die zum Beispiel in staatlichen Krankenhäusern, Altenheimen oder Schulen arbeiten. Es gibt auch Einrichtungen, die zu privaten Organisationen gehören oder von der katholischen oder evangelischen Kirche geleitet werden. Für diese Mitarbeiter gelten dann eigene Verträge.

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