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Öl-Embargo: Folgen für Deutschland

Politikerinnen und Politiker suchen nach Lösungen, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden könnte. Ihr neuer Plan: Ein Öl-Embargo. Das könnte auch Folgen für Deutschland haben.

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Die Europäische Kommission - das ist so etwas wie die Regierung der Europäischen Union (EU) - hat einen neuen Plan entwickelt: Mit einem Öl-Embargo soll Russlands Präsident Wladimir Putin dazu gebracht werden, den Krieg in der Ukraine zu beenden.


Das heißt in diesem Fall: Die EU möchte in Zukunft kein Öl mehr aus Russland kaufen. Was das genau heißt, erfahrt ihr im Video.

logo! - Das Öl-Embargo 

Was das ist und was es bringen soll.

Videolänge

Folgen für Deutschland

Alle Expertinnen und Experten sind sich einig, dass ein Öl-Embargo auch für Deutschland Folgen haben könnte. Wie heftig sie werden könnten, darüber gibt es allerdings ganz unterschiedliche Meinungen. Es geht dabei vor allem um zwei Dinge: Heizen und Tanken.

Ein Angestellter hält eine Rohölprobe auf dem Yarakta-Feld in der Region Irkutsk (Russland) in den Händen, aufgenommen am 04.04.2022
Aus dem Rohstoff Erdöl kann man viele weitere Produkte machen, zum Beispiel Benzin oder Strom.
Quelle: Reuters

Fachleute gehen davon aus, dass das Öl teurer wird, wenn es in Zukunft nicht mehr von Russland kommt. Dann muss dieser Rohstoff nämlich bei anderen Ländern eingekauft werden und das könnte den Preis steigern. Dieses Öl ist dann nämlich bei allen europäischen Ländern sehr begehrt. Wenn ein Produkt sehr begehrt ist und nicht mehr so leicht zu bekommen ist, steigt sein Preis. Viele gehen deswegen davon aus, dass dadurch auch das Heizen und Tanken in Deutschland teurer werden könnte.

Ostdeutschland besonders betroffen

28.04.2022, Schwedt: Auf dem Bild sind Anlagen auf dem Industriegelände der PCK-Raffinierie zu sehen
In dieser Raffinerie in der brandenburgischen Stadt Schwedt wird nur russisches Erdöl verarbeitet.
Quelle: dpa

Für Ostdeutschland könnte ein Öl-Embargo besonders heftige Folgen haben. Denn in der Stadt Schwedt in Brandenburg steht eine riesige Raffinerie-Anlage, die russisches Öl weiterverarbeitet. Mit dem Öl aus dieser Anlage tanken also viele Menschen in Ostdeutschland ihre Autos oder heizen ihre Wohnungen.

»Es ist nicht auszuschließen, das muss ich leider sagen, dass es tatsächlich zu Knappheiten kommt.«
Robert Habeck, Bundeswirtschaftsminister (Bündnis90/Die Grünen)
Ein Auto wird betankt.
Auch zum Tanken braucht man Erdöl.
Quelle: colourbox

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck schließt nicht aus, dass es in Ostdeutschland nach einem Öl-Embargo für eine gewisse Zeit, nicht genug Benzin für alle geben könnte. Wenn nämlich die Raffinerie in Schwedt kein Öl mehr bekommt, kann sie auch vorerst kein Öl mehr an die Menschen in ihrer Umgebung, also im Raum Berlin-Brandenburg, liefern.

Ob das Öl-Embargo gegen Russland auch wirklich umgesetzt wird, ist aber noch nicht sicher. Denn das klappt nur, wenn alle Länder, die bei der Europäischen Union mitmachen, diesem Plan auch zustimmen.

Diesen Text hat Simone geschrieben.

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