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Umweltkatastrophe vor Mauritius

Durch ein Schiffsunglück ist tonnenweise Öl ins Meer vor Mauritius gelaufen. Jetzt ist es gelungen, eine weitere Katastrophe zu verhindern.

Datum:

Mauritius ist eine Insel und liegt im Indischen Ozean, an der Küste vor Afrika. Vor knapp drei Wochen ist der Frachter "Wakashio", der einer japanischen Firma gehört, auf einem Korallenriff vor Mauritius aufgelaufen. Warum das passiert ist, ist bisher unklar. Als Treibstoff hatte der Frachter tausende Liter Öl im Tank.

Gestrandeter Frachter vor Mauritius
Gestrandeter Frachter vor Mauritius
Quelle: dpa

Durch ein Leck in der Bordwand ist Öl ins Meer gelaufen und verschmutzt jetzt damit das Wasser. Der Regierungschef von Mauritius, Pravind Jugnauth, hat deshalb den Umweltnotstand ausgerufen.

Jetzt ist es aber gelungen eine noch größere Umweltkatastrophe zu verhindern. Spezial-Einsatzkräften haben es geschafft, das restliche Öl aus den Tanks vollständig abzupumpen. "Es war ein Rennen gegen die Zeit", sagte der Regierungschef des Inselstaats, Pravind Jugnauth. Damit konnte verhindert werden, dass noch mehr Öl ins Wasser läuft. Trotzdem sind bereits mehr als 1.000 Tonnen Treibstoff ausgelaufen. Das hat schlimme Folgen.

Die Folgen

Auslaufendes Öl Mauritius
Das schwarze Öl verbreitet sich im Meer.
Quelle: ap

Das Öl verbreitet sich super schnell und ist schwierig, aus dem Wasser rauszuholen. Dazu kommt, dass sich in der Nähe des Frachters zwei Naturschutzgebiete befinden. Und diese sind leider direkt von dem auslaufenden Treibstoff betroffen. Weil jetzt eine Umweltkatastrophe droht, muss das Öl so schnell wie möglich aus dem Wasser rausgeholt werden.

Was tun?

Ölbeschmutzte Strände auf Mauritius
Ölverschmutzte Strände auf Mauritius
Quelle: epa

Öl legt sich wie ein schwarzer Film auf alles, was mit ihm in Berührung kommt. Vor allem Korallenriffe, Fische und Wasservögel haben mit der klebrigen Masse zu kämpfen. Deshalb ist es so wichtig, das Öl aufzuhalten, damit es sich nicht noch mehr im Wasser verbreitet. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Ländern helfen dabei. Und auch Bewohner von Mauritius helfen mit und sammeln am Strand das ausgelaufene Öl ein. Einige Strände mussten schon gesperrt werden, weil sich der Sand durch das Öl schwarz verfärbt hat und übel riecht.

Ölbarrieren auf Mauritius
Menschen stellen Barrieren auf, um das Öl aufzufangen.
Quelle: reuters

Viele freiwillige Helferinnen und Helfer stellen Fässer und Planen an den Stränden auf, um das Öl besser auffangen zu können. Auf dem Meer wurden Planen an Fischerbooten befestigt, um das Öl dort schon auffzufangen, bevor es überhaupt die Strände erreichen kann.

Große Kritik

Viele Menschen fragen sich, warum diese Katastrophe nicht schon vorher verhindert wurde. Die japanische Firma, der das große Schiff gehört, hat erklärt, dass sie erstmal versucht haben, den Frachter zu reparieren. Das hat aber wegen schlechten Wetters auf See nicht geklappt. Einige kritisieren auch, dass die Regierung von Mauritius falsche Entscheidungen getroffen hat. Schließlich ist der Frachter ja schon vor fast drei Wochen auf dem Korallenriff gestrandet. Die Regierung von Mauritius hat sich mittlerweile bei den Bewohnerinnen und Bewohnern entschuldigt, dass sie nicht schnell genug gehandelt hat.

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