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Dieselöl bedroht Natur in Sibirien und der Arktis

Bei einem Unfall in einem Kraftwerk in der russischen Stadt Norilsk Ende Mai sind rund 21.000 Tonnen Dieselöl ausgelaufen. Über mehrere Flüsse verbreitet sich das Öl immer weiter.

Datum:
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In dieser Fabrik in Norilsk passierte das Unglück.
Quelle: ap

Das Dieselöl ist aus einem kaputten Öl-Tank des Kraftwerkes ausgelaufen. Es gelangte in den nahe gelegenen Fluss Ambarnaja und von dort weiter in den Pjasino-See. Aus diesem Süßwassersee fließt der Pjasina-Fluss, über den die Region mit Trinkwasser versorgt wird. Außerdem fließt dieser Fluss weiter in die Karasee, die am Rande der Arktis liegt. Umweltschützer befürchten deshalb große Schäden für die Natur dort.

Bekämpfung der Ölpest ist schwierig

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Die Sperren konnten das Öl nur teilweise aufhalten.
Quelle: epa

Zwar sollte das Dieselöl mit schwimmenden Sperren auf dem Ambarnaja-Fluss gestoppt werden, aber das hat nicht gut funktioniert. Entweder wurden die Sperren zu spät aufgebaut, oder sie haben nicht richtig gewirkt. Nun muss das Öl aufwendig aus dem Wasser entfernt werden. Wie gut das gelingen wird, ist noch unklar.

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In den Becken wird das Öl-Wasser-Gemisch aufgefangen.
Quelle: epa

Wie das Unglück wohl passiert ist

Auch wie es zu dem Unglück kam, ist noch nicht ganz sicher. Man vermutet, dass der Boden unter dem Öltank getaut ist und deshalb nachgegeben hat. So ist der Tank vermutlich abgesackt und hat Risse bekommen. Denn in der Gegend ist der Boden eigentlich dauerhaft gefroren und fest. Man nennt ihn auch Permafrostboden oder Dauerfrostboden. Allerdings tauen diese Böden seit einigen Jahren immer mehr auf und bleiben immer öfter auch aufgetaut. Forscher gehen davon aus, dass das am Klimawandel liegt, durch den sich die Erde erwärmt.

Firmenchefs haben sich nicht gut gekümmert

Drei Chefs der Firma, die das Kraftwerk betreibt, wurden inzwischen festgenommen und müssen möglicherweise ins Gefängnis. Denn sie hätten dafür sorgen müssen, dass der Tank repariert wird - und das wäre wohl eigentlich schon im Jahr 2018 nötig gewesen.
In Zukunft will die Firma den Boden untersuchen lassen, auf dem das Kraftwerk steht, damit es nicht zu weiteren solchen Unfällen kommt.

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Kälte in Sibirien

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