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Warum gar kein Palmöl auch keine Lösung ist

In dem Land Sri Lanka soll der Anbau von Palmöl verboten werden. Viele finden das gut, denn der Anbau ist problematisch für Umwelt und Klima. Allerdings: Gar kein Palmöl ist auch keine gute Lösung.

Shampoo, Schokolade oder Pizza - was haben diese Dinge gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts. Schaut man genauer hin, entdeckt man jedoch: In allen Produkten - so unterschiedlich sie auch sind - steckt ein gemeinsamer Inhaltsstoff: Palmöl.

Palmölproduktion in Indonesien (Symbolbild)
Auf solchen riesigen Plantagen wird Palmöl angebaut. Und dafür Regenwald zerstört.
Quelle: Rony Muharrman/EPA/dpa

Was ist das Problem mit Palmöl?

Um die Ölpalmen anzubauen, aus denen Palmöl gewonnen wird, werden große Regenwald-Flächen abgeholzt. Der Regenwald ist jedoch super wichtig: Er leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag für ein gutes Klima auf der Erde. Er ist auch Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Deshalb klingt es auch für viele erst mal gut, wenn Sri Lanka kein Palmöl mehr anbauen möchte. Das Problem: Gar kein Palmöl würde den Regenwald wohl auch nicht retten.

Wieso lässt sich das Problem nicht lösen?

Wäre Palmöl auf der ganzen Welt verboten, müsste es ersetzt werden. Und andere Öle wie Kokos-, Sonnenblumen- oder Rapsöl würden sogar noch mehr Anbaufläche benötigen und dadurch würde wohl auch mehr Wald gerodet. Keine Ölpflanze liefert so viel Öl auf der gleichen Fläche wie die Ölpalme. So richtig lässt sich das Problem also nicht lösen. Ihr könnt aber trotzdem etwas tun.

Darauf könnt ihr achten

Weniger Palmöl verbrauchen: Ein Schritt in die richtige Richtung ist es, weniger Palmöl zu verbrauchen. Das heißt, zum Beispiel weniger Fertigprodukte, Schokolade, Knabbersachen essen und auf manche Kosmetikprodukte verzichten. Es gibt mittlerweile sogar Apps fürs Smartphone, mit denen ihr rausfinden könnt, ob ein Produkt Palmöl enthält. Umweltschützerinnen und Umweltschützer vermuten, dass alleine durch den Verzicht etwa die Hälfte des Palmöls eingespart werden könnte.

Darauf achten, welches Palmöl ihr kauft: Palmöl ist nicht gleich Palmöl. Manchmal wurde darauf geachtet, dass es umweltverträglich gewonnen wurde. Das bedeutet zum Beispiel, dass nicht kurz vorher ein Wald gerodet wurde, um Platz für die Ölpalmen zu machen. Das erkennt ihr zum Beispiel an verschiedenen Siegeln, die ihr auf Verpackungen von Produkten findet, die Palmöl enthalten.

Hier kann Palmöl drinstecken

Umweltschützer fordern neues Gesetz

Aber auch an den Siegeln ist es gar nicht so leicht zu erkennen, ob das Palmöl nachhaltig angebaut wurde oder nicht. Deshalb fordern Naturschützer schon lange eine Gesetzesänderung: Und zwar, dass in Deutschland generell nur noch Produkte verkauft werden dürfen, die nachhaltiges Palmöl enthalten.

Dieser Text wurde von Felix geschrieben.

logo! - Darum verbietet Sri Lanka den Palmöl-Anbau 

Dabei steckt das Öl in vielen verschiedenen Produkten.

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