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Papst Franziskus feiert Gottesdienst in Abu Dhabi

Papst Franziskus ist in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist. In der Hauptstadt Abu Dhabi feierte er mit 180.000 Menschen die Messe. Etwas ganz Besonderes in dem arabischen Land.

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Der Papst ist so etwas wie der Chef der katholischen Kirche. Für viele ist er ein sehr wichtiger Mann. Papst Franziskus reist deshalb auch öfter in andere Länder, um mit Menschen dort über verschiedene Themen zu sprechen. Häufig trifft er auch Politiker, um sie zum Beispiel auf Probleme aufmerksam zu machen.

Erster Papstbesuch auf der Arabischen Halbinsel

Nun hat er die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) besucht. Das Land liegt auf der Arabischen Halbinsel. Die meisten Menschen dort haben die Religion Islam. Der Besuch des Papstes dort ist deshalb etwas ganz Besonderes. Es ist das erste Mal, das überhaupt ein Papst auf die Arabische Halbinsel gereist ist. Der Besuch soll zeigen, dass sich die Religionen Islam und Christentum gegenseitig akzeptieren.

Papst Franziskus im Said-Sports-City-Stadion von Abu Dhabi.
Papst Franziskus bei der Messe in Abu Dhabi.
Quelle: Gehad Hamdy/dpa

In den Emiraten gibt es keine Religionsfreiheit. Das heißt die Menschen dürfen dort eigentlich keine andere Religion als den Islam haben. Der Islam ist Staatsreligion. In manchen Gegenden gibt es aber christliche Kirchen und Gottesdienste sind zum Teil erlaubt.

Etwas Außergewöhnliches ist deshalb auch der riesige Gottesdienst, den der Papst am Dienstag in der Hauptstadt Abu Dhabi mit 180.000 Menschen gefeiert hat. Es war vermutlich das größte christliche Ereignis in der Geschichte der Vereinigten Arabischen Emirate.

Kritik am Gastgeberland

Bei seinem Besuch hat der Papst auch eine Rede gehalten. Dort lobte er das Land dafür, dass Menschen eine andere Religion als den Islam haben dürfen. Aber er äußerte auch Kritik, zum Beispiel, dass die Emirate unter anderem an dem Krieg im Jemen beteiligt sind.

Die Vereinigten Arabischen Emirate werden von mächtigen Familien regiert. Es gibt keine Demokratie wie in Deutschland. Die Menschen dürfen also nur begrenzt mitbestimmen. Die Menschenrechte werden oft nicht beachtet. Wer sich kritisch der Regierung gegenüber äußert, kann schnell Probleme bekommen.

Einige kritisieren nun, dass der Papstbesuch dem Land vor allem dabei hilft, sich besser darzustellen als es ist.

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