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Die Paralympischen Spiele

Sie sitzen zum Beispiel im Rollstuhl, ihnen fehlt ein Arm oder sie sind blind: Bei den Paralympischen Spielen treten Menschen mit einer körperlichen Behinderung gegeneinander an.

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Die Paralympischen Spiele oder auch "Paralympics" sind eng verbunden mit Olympia und werden immer wenige Wochen nach den Olympischen Spielen an denselben Orten veranstaltet. Ebenso wie die Olympischen Spiele finden also auch die Paralympics alle zwei Jahre statt und zwar abwechselnd als Sommer- und Winterspiele.

Eishockey Paralympics in Sotschi
Sledge-Eishockey ist eine von sechs Sportarten bei den Winter-Paralympics.
Quelle: ap

In dem Wort "paralympisch" steckt das griechische Wort "para", das bedeutet "neben". "Paralympics" bedeutet also in etwa "die Spiele neben den Olympischen Spielen".

Welche Sportarten gibt es?

Bei den Paralympischen Sommerspielen treten die Sportler in mehr als 20 Sportarten an. Darunter sind beispielsweise Leichtathletik, Radsport, Fußball, Schwimmen oder Rollstuhltennis. Bei den Winter-Paralympics stehen sechs Sportarten auf dem Programm: Ski Alpin, Ski Nordisch, Sledge-Eishockey, Rollstuhl-Curling und Biathlon. Einige Sportarten gibt es nur bei den Paralympics, zum Beispiel Rollstuhlbasketball, Boccia und Goalball. Goalball ist ein Ballsport für Sehbehinderte. Im Ball ist ein Glöckchen. So können die Spieler hören, wo der Ball gerade ist.

Markus Rehm
Markus Rehm beim Weitsprung bei den Sommer-Paralympics 2016.
Quelle: dpa

Die Behinderten-Sportler werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Dabei wird geschaut, welche Art der Behinderung der Sportler hat und was das für seine sportliche Leistung bedeutet. Die Wettkämpfe sollen ja fair sein und ein Sportler, dem beispielsweise ein Arm fehlt, kann andere Dinge als jemand, der im Rollstuhl sitzt. Deshalb wird zwischen stehenden, sitzenden und sehbehinderten Sportlern unterschieden.

Wie entstanden die Paralympischen Spiele?

Bereits 1948 fanden die ersten Sportspiele für Rollstuhlfahrer in London statt. Damals gab es viele Menschen, die im Krieg verletzt worden waren. Für sie organisierte ein Arzt, Dr. Ludwig Guttmann, diese ersten Wettkämpfe. Die ersten offiziellen olympischen Spiele für Behinderte gab es 1960 in Rom. Seitdem finden sie regelmäßig statt.

Es gibt auch spezielle Wettkämpfe für Menschen, die nicht hören können: die Deaflympics ("deaf" ist englisch für gehörlos). Auch Sportler mit einer geistigen Behinderung haben eigene Spiele: die Special Olympics (besondere Olympische Spiele).

Wie wichtig sind die Paralympics?

Die Paralympics sind sehr wichtig, denn sie sollen Menschen mit Behinderung die Chance geben, an einem großen Sportereignis teilzunehmen. Im Vergleich zu den Olympischen Spielen interessieren sich allerdings nicht so viele Menschen für die Paralympics. Im Fernsehen wird nicht so viel live gesendet, sondern oft eher Ausschnitte gezeigt und die Medaillengewinner bekommen weniger Geld als die Sieger bei Olympia. Das finden viele Behindertensportler ungerecht und fordern, gleichberechtigt behandelt zu werden. 

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