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Die Tierrechtsorganisation "PETA"

Der Verein setzt sich für Tierrechte ein. Wer dahinter steht, was genau die Aktivisten und Aktivistinnen machen und wofür PETA kritisiert wird, lest ihr hier.

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In den Nachrichten hört man häufiger, dass die Organisation PETA mit einer spektakulären Aktion darauf aufmerksam macht, dass Tiere besser geschützt werden müssen. Sie sind bekannt dafür, sich in Einrichtungen, die mit Tieren arbeiten, zu schleichen und dort Videoaufnahmen machen. Die Aufnahmen zeigen oft, wie brutal mit den Tieren umgegangen wird. Mit Aktionen wie diesen möchte PETA, dass öffentlich über den Schutz von Tieren diskutiert wird.

PETA Aktion in Berlin
PETA setzt sich mit Aktionen wie hier in Berlin dafür ein, dass Tiere nicht ausgebeutet werden. Dazu zählt auch, dass Tiere nicht gegessen werden.
Quelle: dpa

Der Name PETA steht für "People for Ethical Treatment of Animals" (deutsch: "Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren"). Im Namen versteckt sich der Grund, warum die Organisation gegründet wurde: "Ethisch" bedeutet nämlich so viel wie "gerecht".

Die Gründung von Peta

Peta Gründerin Ingrid Newkirk
PETA-Gründerin und heutige Chefin Ingrid Newkirk.
Quelle: reuters

Die Organisation PETA wurde im Jahr 1980 unter anderem von der Aktivistin Ingrid Newkirk in den USA gegründet. Sie wollten sich mit der Organisation gegen Massentierhaltung, Tierversuche und Tierquälerei einsetzen und so erreichen, dass Tiere auf der Welt besser geschützt werden und in Freiheit leben können. Heute ist Ingrid Newkirk die Chefin von PETA.

PETA ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die nicht durch Geld vom Staat oder von Firmen unterstützt wird und sich für öffentliche Interessen einsetzt. Das heißt, dass sich PETA, so wie andere NGO's wie zum Beispiel Amnesty International oder Greenpeace, hauptsächlich durch Spenden finanziert. Inzwischen ist PETA weltweit die größte Tierschutzorganisation und hat rund 6,5 Millionen Unterstützer und Unterstützerinnen.

Arbeit und Ziele von PETA

PETA versucht meistens über zwei Wege, auf ein Thema aufmerksam zu machen: verdeckte Ermittlungen und große Kampagnen. Zum Beispiel ermitteln sie manchmal verdeckt, indem sie sich unbemerkt in Firmen einschleichen, in denen etwa Pelze für Mäntel verarbeitet werden. Aus diesen Firmen veröffentlicht PETA dann Videos, auf denen häufig zu sehen ist, wie brutal mit den Tieren umgegangen wird. Dadurch, dass sie diese Bilder, Videos und Informationen an die Öffentlichkeit bringen, hoffen die PETA-Aktivisten, dass sich mehr Menschen - auch in der Politik und in den Firmen - für die Rechte der Tiere einsetzen. Außerdem veranstaltet PETA auf großen Plätzen in Deutschland Aktionen und Demonstrationen, um auf Tierschutz-Themen aufmerksam zu machen.

Das große Ziel, das PETA mit seiner Arbeit verfolgt ist, dass die Tiere dem Menschen gleichgestellt werden. Den Tieren sollen dieselben Grundrechte zugesprochen werden, wie sie auch für Menschen gelten. Das wäre zum Beispiel das Recht auf Leben oder das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Um das zu erreichen, sollten laut PETA Tierversuche und Massentierhaltung abgeschafft werden. Im Alltag sollte zum Beispiel darauf geachtet werden, keine Produkte aus Echtfell oder Leder zu kaufen. Auch die Ernährung solle zum Schutz der Tiere angepasst werden: Jagd und Fischerei sollten verboten werden und man sollte keine Eier und keine Milch mehr kaufen, so PETA.

Kritik an PETA

PETA Logo
Das Logo von der Tierrechtsorganisation Peta.
Quelle: pr

Für ihre Aktionen und Kampagnen wird PETA aber auch immer wieder kritisiert. Der Grund: PETA versucht mit seiner Arbeit möglichst krass aufzufallen. Oft durch brutale und erschreckende Bilder, die in der Öffentlichkeit für eine große Diskussion sorgen. Viele sagen, dass sie damit manchmal zu weit gehen. Außerdem finden manche Kritiker, dass es falsch ist, Tieren die selben Grundrechte wie Menschen zu geben. Auch die Forderungen von PETA, beispielsweise komplett auf Honig, Milch und Eier zu verzichten, empfinden viele als zu hart. PETA sagt auch, dass alle Tiere in Freiheit leben sollten. Und ist daher auch dafür, dass es keine Tiere mehr im Zirkus oder in Zoos geben soll. Auch Haustiere sollten man nicht in Zoohandlungen kaufen. Die Tiere würden dort oft gequält werden. PETA empfiehlt, Haustiere immer nur aus Tierheimen abzuholen.

Es wird auch darüber diskutiert, ob es gerechtfertigt ist, dass die Aktivisten in Firmen oder Ställe einbrechen, um dort heimlich Videoaufnahmen von Tieren zu machen. Die einen finden, dass das ein Verstoß gegen das Gesetz ist, und dass sich die Aktivisten an die Regeln halten sollen. Die andere Seite findet, dass so ein Verstoß in Ordnung ist, da sie so Tierquälerei aufdecken.

Diesen Text hat Katharina geschrieben.

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