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Politikerin will Schulfrieden

An deutschen Schulen gibt es unterschiedliche Regeln. Bildungsministerin Anja Karliczek fordert, dass sich Schulen in Deutschland auf einige Regeln einigen - und dass sich die Regeln nicht nach jeder Wahl wieder ändern.

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Die Bildungsministerin von Deutschland heißt Anja Karliczek. Ihr Job ist es, sich in der Bundesregierung um alle Themen, die mit Bildung zu tun haben, zu kümmern. Jetzt hat sie anderen Politikern eine Ansage gemacht: Sie hat gefordert, dass in Deutschland Schulfrieden herrschen soll. Was bedeutet das?

Anja Karliczek (CDU) ist Bundesbildungsministerin.
Anja Karliczek ist Bundesbildungsministerin.
Quelle: Monika Skolimowska/ZB/dpa

Politiker streiten sich immer mal wieder darüber, wie Schule sein soll. Zum Beispiel wollen einige, dass Schüler nach nur 12 Jahren Schule das Abitur machen, andere Politiker wollen das alte System beibehalten, in dem Schüler nach 13 Jahren ihr Abitur machen.

Bundesländer bestimmen über Schulen

Eigentlich wäre das ja kein Problem, denn Politiker streiten immer wieder mal. Bei dem Thema Schule gibt es aber eine Besonderheit: Nicht das Land Deutschland bestimmt, wie jede Schule sein soll. Darüber dürfen die Politiker bestimmen, die ein Bundesland regieren. Das heißt, die Politiker die zum Beispiel das Bundesland Nordrhein-Westfalen regieren, bestimmen über die Regeln für die Schulen in Nordrhein-Westfalen. Sie können zum Beispiel entscheiden, ob dort schon nach zwölf oder erst nach 13 Jahren das Abitur gemacht wird. Jedes Bundesland kann also seine eigenen Regeln für die Schulen dort machen. Das nennt man auch Föderalismus.

Regeln ändern sich

Nicht nur von Bundesland zu Bundesland sind die Regeln unterschiedlich. Auch im selben Bundesland sind die Regeln nicht fest. In jedem Bundesland wird regelmäßig eine neue Regierung - also neue Politiker - gewählt, die dann bestimmen dürfen. Häufig wollen diese neu gewählten Politiker dann ihre eigenen Ideen und Regeln festlegen. Das heißt, die neue Regierung kann dann bestimmen, dass das Abitur doch erst wieder nach 13 Jahren Schule gemacht werden soll und alles wird wieder verändert.

Anstrengend für Schüler!

Es gibt also keine gemeinsamen, festen Regeln für Schulen, und nach Wahlen in den Bundesländern gibt es häufig Veränderungen. Für Schüler und Lehrer bedeutet das viel Stress. Deshalb fordert die Bildungsministerin Anja Karliczek für Deutschland: Die Politiker der einzelnen Bundesländer sollen sich auf bestimmte Regeln einigen und diese nicht nach den Wahlen immer wieder verändern. Das meint sie damit, wenn sie von Schulfrieden spricht.

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Was Anja Karliczek meint, sie von Schulfrieden spricht.

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1 min
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