Sie sind hier:

Gegen Polizeigewalt und Rassismus

Seit fast drei Wochen gibt es in vielen Städten der USA Proteste. Rassismus und Polizeigewalt sind schon länger ein Problem in dem Land.

Datum:

Die Proteste in den USA gehen weiter. Hunderttausende Menschen demonstrieren immer wieder auf den Straßen, um ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt zu setzen. Auch die 12-jährige Doenna war bei einer Demo in der Hauptstadt der USA Washington dabei. logo! hat sie dort getroffen.

logo! - Deonna demonstriert gegen Rassismus 

logo! hat sie in Washington, der Hauptstadt der USA, getroffen.

Videolänge
2 min · ZDFtivi 2 min

Nicht nur friedliche Proteste

Bei den Protesten kam es in den vergangenen Wochen auch immer wieder zu Gewalt. Einige zündeten zum Beispiel Autos an, plünderten Geschäfte oder griffen die Polizei an. Teilweise hielten sich die Menschen auch nicht an die Ausgangssperren, die eigentlich wegen des Coronavirus gelten.

Die Polizei ging zum Teil hart gegen die Demonstrantinnen und Demonstranten vor. Immer wieder setzte sie dabei zum Beispiel Gummigeschosse, Schlagstöcke oder Tränengas ein. Der Polizei wird vorgeworfen, auch friedliche Proteste gewaltsam zu beenden.

Trump wollte Militär einsetzen

US-Präsident Trump
US-Präsident Trump will hart gegen gewaltsame Proteste vorgehen.
Quelle: AP

US-Präsident Donald Trump hatte zwischendurch sogar angekündigt, das Militär einzusetzen, um die gewaltsamen Proteste zu beenden. Viele kritisierten Trump dafür, dass er nur etwas gegen die gewaltsamen Proteste unternehme, aber nicht gegen Polizeigewalt und Rassismus. Inzwischen hat er seine Ankündigung nicht mehr wiederholt.

Polizeigewalt ist schon länger ein Problem

Die Demonstrantinnen und Demonstranten fordern ein Ende des Rassismus und der Polizeigewalt in den USA - vor allem der Gewalt von weißen Polizisten gegenüber Schwarzen. Denn Floyd war schwarz, der Polizist weiß. Solche gewaltsamen Polizeieinsätze von Weißen gegenüber Schwarzen gibt es in den USA immer wieder. Man nennt sie auch rassistische Gewalt. Viele Schwarze haben deshalb Angst, dass auch sie Opfer solcher Gewalt werden könnten.

In den vergangenen Wochen haben einige Polizistinnen und Polizisten bei den Protesten aber auch selbst gezeigt, dass sie sich gegen Polizeigewalt und Rassismus einsetzen.

Weiße sollen nicht wegschauen

demo usa polizeigewalt
Diese Menschen finden es wichtig, dass auch Weiße gegen Polizeigewalt demonstrieren.
Quelle: reuters

Die Menschen bei den Demos fordern auch, dass Weiße sich mehr um die Gewalt gegenüber Schwarzen kümmern müssten und nicht wegsehen dürften. Auf ihren Schildern stand zum Beispiel "White silence costs lives", übersetzt heißt das "Weißes Schweigen kostet Leben". Sie glauben also, dass weiterhin Schwarze durch Polizeigewalt sterben, wenn Weiße nichts dagegen unternehmen.

Mehr zum Thema Rassismus in den USA

Nicht nur bei Polizeikontrollen erleben Schwarze in den USA Gewalt und Benachteiligungen - sondern auch im ganz normalen Alltag.

Wie sich schwarze Jugendliche in den USA fühlen, die in ihrem Alltag immer wieder Hass und Ablehnung erfahren, und was genau Rassismus ist, könnt ihr euch hier in den verlinkten Videos ansehen:

Viele beteiligen sich am Protest

Mittlerweile haben sich viele Menschen auf der ganzen Welt den Protesten angeschlossen. Außerdem greifen in den Sozialen Netzwerken viele das Thema auf und zeigen so, dass sie hinter den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt stehen. Viele hoffen, dass sich dadurch nun etwas bewegen könnte.

logo! - Song gegen Rassismus 

Der 12jährige Keedron aus Florida singt im Internet gegen Rassismus.

Videolänge
2 min · ZDFtivi 2 min
Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!