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Proteste in Frankreich

Ein Jahr nach den ersten "Gelbwesten"-Protesten hat es am Samstag wieder Demonstrationen in Frankreich gegeben. Dabei kam es auch zu Gewalt.

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Hunderttausende Menschen sind Ende des Jahres 2018 in Frankreich auf die Straße gegangen. In den vergangenen Monaten wurde es etwas ruhiger um die sogenannten "Gelbwesten". Doch zum Jahrestag der Proteste haben am Samstag wieder viele Menschen demonstriert. Sie sind mit der Politik von Präsident Emmanuel Macron nicht zufrieden.

"Gelbwesten"-Demonstranten in Marseille
"Gelbwesten" demonstrieren am Samstag in Marseille.
Quelle: dpa

Ausschreitungen in Paris

Der Großteil der Demonstranten war friedlich. Es kam aber auch zu Krawallen und Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Einige haben Schaufenster eingeschlagen und Autos angezündet, Straßen wurden zeitweise blockiert. Die meisten dieser Randalierer haben keine gelben Westen getragen und sich vermummt. Einige Menschen wurden festgenommen.

Die Polizei wollte Krawalle wie im vergangenen Jahr unbedingt verhindern. An einigen Orten in Paris sind deshalb Demonstrationen an diesem Wochenende verboten, viele U-Bahn-Stationen sind geschlossen.

So begannen die Proteste

Am 17.11.2018 gingen die "Gelbwesten" zum ersten Mal auf die Straße. Der Name der Demonstranten kommt daher, da viele von ihnen die gelben Warnwesten tragen, die jeder Franzose in seinem Auto dabei haben muss.

Am Anfang richteten sich die Proteste vor allem gegen den Plan von Präsident Emmanuel Macron, die Steuern auf Benzin und Diesel zu erhöhen und damit umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu fördern. Viele Franzosen befürchteten, sich das Autofahren mit der höheren Steuer nicht mehr leisten zu können. Obwohl die französische Regierung zugesichert hatte, dass die Steuer auf Diesel und Benzin nicht erhöht wird, gingen die Proteste weiter.

Frankreich - Proteste in Paris
Vor einem Jahr blockierten die "Gelbwesten" einige Teile von Paris.
Quelle: reuters

Viele "Gelbwesten" werfen Macron vor, mit seiner Politik vor allem Firmen zu helfen. Menschen, die nicht besonders reich sind, würden stattdessen immer mehr Schwierigkeiten haben, mit ihrem Geld auszukommen. Sie fordern deshalb unter anderem einen höheren Mindestlohn und mehr Geld für Rentner.

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