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Proteste in Hongkong gehen weiter

Anfang der Woche kam es erneut zu Gewalt bei Protesten in Hongkong. Einige Studentinnen und Studenten sitzen seitdem in dem Gebäude einer Universität fest.

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In Hongkong hat es Anfang dieser Woche erneut Gewalt bei den Protesten gegeben. Viele Studentinnen und Studenten hatten sich daraufhin in einer Universität vor der Polizei versteckt und die Türen verschlossen. Noch immer halten sich einige Studenten in dem Gebäude auf. Deshalb wird das Gebäude von der Polizei umstellt. Studenten und Polizei griffen sich in den vergangenen Tagen gegenseitig an. Viele Studenten wurden festgenommen, weil sie versucht hatten, aus dem Gebäude zu fliehen oder weil sie aufgegeben hatten. Wer älter als 18 ist, dem droht eine jahrelange Gefängnisstrafe.

Polytechnische Hochschule in Hongkong.
In diesem Gebäude der Universität halten sich noch immer einige Studentinnen und Studenten auf.
Quelle: Ng Han Guan/AP/dpa

Viele fühlen sich von der Polizei unfair behandelt. Die Polizei allerdings meint, dass die Angriffe von den Studenten ausgehen und sie deshalb bestraft werden müssen. Für die Studentinnen und Studenten, die sich noch in dem Gebäude aufhalten, wird die Situation immer angespannter. Denn die Vorräte an Essen und Trinken werden knapp. Viele hoffen, dass es doch noch eine friedliche Lösung für die Studentinnen und Studenten gibt.

Immer wieder Proteste in Hongkong

Demonstranten in Hongkong bücken sich schutzssuchend unter Regenschirme.
Proteste in Hongkong
Quelle: dpa

Schon seit etwa einem halben Jahr gibt es immer wieder Demonstrationen in der chinesischen Stadt Hongkong. Die Menschen protestieren fast jedes Wochenende für mehr Demokratie und Menschenrechte. Sie wollen damit unter anderem zeigen, dass sie gegen die Regierung der Stadt und auch gegen die Polizei sind, die immer härter gegen die Demonstranten vorgeht. Dabei kommt es auf beiden Seiten immer wieder zu Gewalt. Mehrere Menschen sind bei den Protesten bereits gestorben.

Deshalb gibt es Proteste

Demonstranten protestieren vor einem Gericht in Hongkong.
Demonstranten protestieren vor einem Gericht in Hongkong.
Quelle: Vincent Yu/AP/dpa

Bei den Protesten ging es zunächst um ein geplantes Auslieferungsgesetz. Dieses Gesetz wollte die Regierung Hongkongs einführen. Mit dem Gesetz hätte China von Hongkong verlangen können, bestimmte Menschen "auszuliefern", also nach China zu schicken. China sagt, dass es darum ginge, Verbrecher auszuliefern.

Viele befürchteten aber, dass China so versuchen will, Menschen aus Hongkong zu bestrafen, die zum Beispiel Chinas Regierung kritisieren. Außerdem sagen Menschenrechtsorganisationen, dass China Gefangene sehr schlecht behandelt, zum Teil auch foltert. Den Ausgelieferten könnte in China sogar die Todesstrafe drohen.

Das Gesetz wurde zurückgezogen, die Proteste gehen weiter

Der Protest der Menschen in Hongkong gegen das Gesetz war erfolgreich: Die Regierung Hongkongs hat Anfang September gesagt, dass sie das Gesetz komplett zurückzieht. Doch das reicht vielen Menschen nicht mehr. Sie fordern nun vor allem, dass die Regierung Hongkongs abgesetzt wird und dass es freie Wahlen gibt.

Vermummte Demonstranten laufen durch Hongkongs Straßen, 03.08.2019
Vermummte Demonstranten laufen durch Hongkongs Straßen.
Quelle: ap

Die Demonstrantinnen und Demonstranten sind der Meinung, dass die Regierung in China zu viel Einfluss auf die Regierung in Hongkong nimmt und immer mehr über Hongkong bestimmen will. Das wollen die Demonstranten verhindern.

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