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Algeriens Präsident tritt nicht noch einmal an

Zehntausende gingen in Algerien in den vergangenen Wochen auf die Straße, um gegen Abdelaziz Bouteflika zu protestieren. Er ist seit 20 Jahren Präsident Algeriens und wollte nun ein weiteres Mal zur Wahl antreten. Viele Menschen wollten das nicht. Hier erfahrt ihr, wie der Präsident nun darauf reagiert hat.

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Abdelaziz Bouteflika, Präsident von Algerien. Archivbild
Abdelaziz Bouteflika, Präsident von Algerien
Quelle: Mohamed Messara/EPA/dpa

Algerien ist das größte Land Afrikas. Es liegt im Norden des Kontinents am Mittelmeer. Der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika ist 82 Jahre alt, sitzt schwer krank im Rollstuhl und tritt nur selten in der Öffentlichkeit auf. Trotz allem wollte er bei der Präsidentschaftswahl am 18. April erneut als Kandidat antreten. Viele Menschen in Algerien wollten das nicht.

Kritik an der Regierung und dem Präsidenten

Proteste in Algerien
Viele Studenten protestierten gegen Präsident Bouteflika.
Quelle: dpa

Vor allem junge Leute und Studierende gingen deshalb in den vergangenen Wochen auf die Straße, um gegen den Präsidenten zu protestieren. Sie sind der Meinung, dass Präsident Bouteflika jahrelang zu wenig gegen die Probleme im Land getan hat und nun auch zu alt ist für seinen Job. Sie glauben auch, dass der Präsident gar nicht alleine entscheidet, sondern dass andere ihm sagen, was er tun soll. Deswegen ist vielen gar nicht klar, wer eigentlich die Macht in Algerien hat. Die Menschen wollen einen Neuanfang mit einem neuen Präsidenten und einer neuen Regierung.

Präsidentschaftswahl verschoben

Nun hat Bouteflika auf die Proteste reagiert und bekannt gegeben, dass er nicht noch einmal für die Wahl zum Präsidenten antreten will. Aber: Die Präsidentschaftswahl, die für April geplant war, wurde erstmal abgesagt. Das bedeutet Bouteflika bleibt vorerst Präsident Algeriens. Wann es eine neue Wahl geben soll, wurde nicht gesagt. Gegner Bouteflikas sind der Meinung, dass das gegen die Gesetze des Landes verstoße.

Probleme in Algerien

Algerien besitzt viel wertvolles Erdöl. Trotzdem gibt es in dem Land viele Probleme: Es gibt nicht genügend Arbeitsplätze und vor allem junge Menschen sind arbeitslos. Außerdem werden nicht alle Menschenrechte eingehalten: Journalisten können nicht immer frei berichten und es ist schwierig, offen die eigene Meinung zu sagen - vor allem, wenn es etwas gegen die Regierung ist. Außerdem gibt es in dem Land viel Korruption. Das bedeutet, dass einige Politiker, Beamte und Richter ihre Position und ihre Macht ausnutzen, um dadurch zum Beispiel reich zu werden.

Mehr zu dem Land

Geschwungene, gelbe Sanddünen, braune Felsen dazwischen.

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Das Land liegt in Afrika.

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