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Proteste in Kolumbien

Dort gibt es seit Tagen heftige Demonstrationen gegen den Regierungschef. Der zeigt sich jetzt plötzlich offen für die Sorgen der Menschen.

Was macht man mit Topf, Pfanne und Löffel? Klar, kochen. Eigentlich. In dem südamerikanischen Land Kolumbien benutzen tausende Menschen diese drei Dinge aber momentan zum Krach machen. Seit Tagen machen sie damit auf den Straßen Lärm, um so gegen ihren Präsidenten Iván Duque zu demonstrieren. Denn die Mehrheit im Land ist nicht zufrieden damit, wie er Kolumbien regiert.

Junger Mann steht mit Bratpfanne in der Hand vor Polizisten.
Lauter Protest mit Pfannen und Töpfen.
Quelle: reuters

Diese 5 Probleme hat das Land unter anderem

  1. Obwohl es vielen Firmen im Land ganz gut geht, verdienen viele Menschen aber nur sehr wenig Geld. Gleichzeitig gibt es einige sehr reiche Menschen, die von der Regierung auch noch in vielen Dingen bevorzugt werden.
  2. Für eine gute Bildung an einer Schule oder Universität, muss man meistens ziemlich viel Geld ausgeben. Und da sich das viele nicht leisten können, sorgt das für Ungerechtigkeiten und Ungleichheit.
  3. Es gibt in Kolumbien eine recht hohe Arbeitslosigkeit. Vielen Menschen fehlt ein Job, um Geld zu verdienen.
  4. Gerade in einigen ländlichen Gebieten gibt es zu wenig Ärzte, die kranke Menschen behandeln können.
  5. Viele Kolumbianer fühlen sich in ihrem Land nicht richtig sicher. Denn immer wieder kommt es dort zu Gewalt zwischen verschiedenen Gruppen.

Heftige Proteste

Deshalb demonstrieren die Menschen für ein gerechteres und friedlicheres Kolumbien. Die Demonstrationen sind zum Großteil friedlich, es gab aber auch Gewalt zwischen einigen Demonstranten und der Polizei. Dabei sind drei Menschen getötet worden, viele wurden verletzt.

Ivan Duque, Präsident von Kolumbien. Archivbild
Gegen ihn demonstrieren sie: Präsident Ivan Duque
Quelle: Externos/colprensa/dpa

Das haben die Proteste bewirkt

Bisher hat Präsident Duque nicht eingesehen, dass er an seiner Politik etwas ändern müsste. Doch die tagelangen Proteste haben ihn jetzt offensichtlich doch unter Druck gesetzt. Denn mittlerweile hat er Folgendes versprochen: Er will in den nächsten Tagen in verschiedene Teile des Landes fahren und sich von den Menschen anhören, welche Probleme sie haben und was besser werden muss. Danach, so sagt er, will er seine Politik so ändern, dass es den Menschen in Kolumbien besser geht. Viele sind gespannt, ob er sein Versprechen wirklich halten wird.

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So ist die Situation in Kolumbien
 

Die frühere logo!-Mitarbeiterin Julia Schmidt lebt in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá. Sie erzählt Jennie, was sie dort erlebt.

Videolänge:
1 min
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