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Proteste: Das ist in Spanien los

Schon seit Tagen wird in Spanien gegen die Festnahme eines Rappers protestiert. Hier erfahrt ihr, worum es dabei geht.

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In Teilen Spaniens gab es in den vergangenen Nächten ganz schön viel Chaos. Viele - vor allem junge - Menschen haben auf den Straßen protestiert. Dabei kam es auch zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei.

Polizisten bei Protest nach der Festnahme des Rappers Pablo Hasél in Barcelona am 17.02.2021.
Spanien: Proteste nach der Festnahme des Rappers Pablo Hasél
Quelle: ap

Grund für die Proteste war die Verhaftung des Rappers Pablo Hasél. Er wurde unter anderem wegen Beleidigung festgenommen. Viele Menschen in Spanien finden aber, dass er nur seine Meinung gesagt hat und er dafür nicht bestraft werden sollte. Klingt kompliziert oder? Also noch mal von vorn ...

So fing alles an:

Das hat Hasél gemacht

Der Rapper Hasél hat einen Song mit dem Namen "Juan Carlos el Bobón" veröffentlicht. Auf Deutsch bedeutet das: Juan Carlos, der Dussel. Juan Carlos war mal der König in Spanien. An dem König gab es immer wieder Kritik - zum Beispiel, dass er zu viel Geld selbst behalten habe, statt es für die Menschen in Spanien auszugeben.

Auch Rapper Hasél kritisiert den früheren König in seinem Song. Beleidigung der Königsfamilie kann in Spanien bestraft werden. Außerdem habe der Rapper auch auf Social Media immer wieder über den früheren König hergezogen und spanische Politikerinnen und Politiker heftig kritisiert. Und er habe sogar Gewalt gegen die Politiker verherrlicht. Das alles hat dazu geführt, dass der Rapper zu einer Strafe im Gefängnis verurteilt wurde.

Darum gibt es Aufregung

Der Rapper und seine Anhänger wollen die Gefängnisstrafe nicht einfach so hinnehmen. Sie denken: Hasél darf sagen, was er will. Denn es gebe ein Recht darauf, seine Meinung zu äußern, ohne dafür bestraft zu werden. Das nennt man auch Meinungsfreiheit.

Ein Mann wird von der Polizei abgeführt und hebt dabei die rechte Hand als Faust in die Luft.
Pablo Hasél
Quelle: epa

Haséls Anhängerinnen und Anhänger sind nun so wütend, dass sie seit mehreren Tagen auf die Straße gehen. Sie fordern, dass der Rapper sofort freigelassen werden soll. Und sie wollen mehr Meinungsfreiheit in Spanien.

Bald mehr Meinungsfreiheit in Spanien?

Viele finden schon länger, dass in Spanien die Meinungsfreiheit in Gefahr sei. Denn in Spanien gibt es ein Gesetz, dass bestimmte Äußerungen verbietet. Einige sagen, dass sie deshalb zum Teil Angst haben müssten, zu bestimmten Themen ihre Meinung zu sagen.

Der spanische Regierungschef hat jetzt gesagt, dass er darüber nachdenke, dieses Gesetz zu ändern und so für mehr Meinungsfreiheit zu sorgen. Doch viele glauben ihm nicht, weil er das schon einmal gesagt hatte und sich seitdem nichts verändert hat.

Diesen Text hat Luisa geschrieben.

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