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Deshalb sind im Libanon viele wütend

Seit etwa zwei Wochen protestieren sie gegen die Regierung. Sie wollen, dass Politikerinnen und Politiker sich besser um die Probleme in dem Land kümmern.

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Seit etwa zwei Wochen gibt es in dem Land Libanon Proteste. Angefangen hat alles, weil die Regierung diese neue Regel einführen wollte: Menschen im Libanon sollten für das Telefonieren mit WhatsApp Geld bezahlen - an den Staat. Viele waren deshalb sauer. Denn im Libanon wird WhatsApp häufig zum Telefonieren genutzt, weil ein richtiger Telefonanschluss sehr teuer ist und nicht immer funktioniert. Doch auch als bekannt wurde, dass diese neue Regel nicht gelten wird, hörten die Proteste nicht auf. Mittlerweile gehen die Menschen aus anderen Gründen auf die Straße. Denn im Libanon gibt es viele Probleme und die Menschen sind unzufrieden.

Eine Frau vor einer Gruppe Protestanten mit Libanon Landesflaggen
Die Proteste gehen weiter.
Quelle: dpa

Welche Probleme gibt es im Libanon?

Das Land hat immer noch mit den Folgen verschiedener Kriege zu kämpfen. Viele Häuser wurden damals zerstört und sind bis heute nicht wieder aufgebaut. Es gibt nicht immer Strom und viele Straßen sind kaputt. Seit Jahren gibt es außerdem Probleme mit der Trinkwasserversorgung, Umweltverschmutzungen und der Müllentsorgung.

Viele Menschen im Libanon leben in Armut. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen. Sie müssen arbeiten, damit die Familien genug Geld zum Leben haben. Außerdem kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen den verschiedenen Religionsgruppen, die es im Libanon gibt. Mehr über das Land erfahrt ihr im verlinkten Artikel.

Was wird der Regierung vorgeworfen?

Viele sind der Meinung, dass Politiker und Politikerinnen sich nicht für diese Probleme interessieren. Stattdessen würde es ihnen nur um ihre Macht gehen und darum, dass es ihnen selbst gut geht. Seit etwa zwei Wochen gehen viele Libanesinnen und Libanesen deshalb auf die Straße. Dabei kommt es immer wieder zu Gewalt und Auseinandersetzungen. Viele wurden bei den Protesten verletzt.

Hariri ist zurückgetreten, Proteste gehen weiter

Saad Hariri war Ministerpräsident im Libanon - also ein sehr mächtiger Politiker. Wegen der Proteste hatte er versprochen, dass die Regierung einiges ändern wird und sich besser um die Menschen kümmern wird. Doch die Demonstrantinnen und Demonstranten glaubten ihm nicht und forderten, dass Saad Hariri zurücktritt. Das hat er mittlerweile auch getan. Doch vielen reicht das nicht. Sie wollen, dass die gesamte Regierung zurücktritt und sich vieles im Libanon ändert. Wie es in dem Land jetzt weitergeht, ist unklar.

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