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Wieder mehr Corona-Fälle und trotzdem Proteste

Demos gegen die Corona-Regeln, obwohl die Zahl der Ansteckung wieder steigt. Politiker machen Pläne, wie die Ausbreitung des Virus wieder besser kontrolliert werden soll. Am Wochenende ist viel passiert. Wir haben das Wichtigste zusammengefasst.

Datum:

Am Samstag haben in Berlin rund 17.000 Menschen gegen die aktuellen Corona-Regeln demonstriert. Obwohl seit einigen Wochen die täglichen Infektionszahlen in Deutschland wieder ansteigen, haben die Menschen für ein Ende der Regeln demonstriert. Laut Polizei haben viele Demonstrantinnen und Demonstranten dabei die Abstandsregeln und die Maskenpflicht nicht eingehalten. Deshalb hat die Polizei die Demo dann beendet.

Tausende Menschen demonstrieren in Berlin gegen die Corona-Regeln
Tausende Menschen demonstrieren am Samstag in Berlin gegen die Corona-Regeln.
Quelle: ap photo/markus schreiber

Politiker kritisieren die Demo

Die Bilder der vielen Menschen auf der Demo haben einige Politikerinnen und Politiker verärgert. Die Demonstrantinnen und Demonstranten würden durch ihr Verhalten die Gesundheit aller Menschen in Gefahr bringen. Deutschland hatte lange Zeit die Ausbreitung des Virus ganz gut im Griff. Die Erfolge in der Bekämpfung könnten durch diese großen Demos wieder gefährdet werden, meinen Politiker.

Wieder mehr Ansteckungen

Expertinnen und Experten des Robert-Koch-Instituts haben in der vergangenen Woche bereits gewarnt, dass sich das Coronavirus noch immer ausbreitet und sich die Menschen an die geltenden Regeln halten sollten. Seit einigen Wochen stecken sich wieder täglich mehr mit dem Coronavirus an. Expertinnen und Experten vermuten, dass das auch etwas damit zu tun hat, dass viele Menschen etwas sorgloser mit den Abstandsregeln umgehen als noch zu Beginn des Coronavirus. Hier könnt ihr mehr dazu nachlesen.

Verschiedene Pläne um die Ausbreitung zu kontrollieren

Um die Ausbreitung wieder besser kontrollieren zu können, haben zwei Politiker der Bundesregierung neue Pläne und Vorschläge:

1. Coronatests für Urlauber

Jens Spahn am12.06.2020 in Berlin
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU.
Quelle: epa

Menschen, die aus dem Urlaub zurückkommen, können sich freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das ist seit Samstag bis zu drei Tage nach der Ankunft unter anderem an Flughäfen und Bahnhöfen möglich. Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss zurzeit noch zwei Wochen in Quarantäne. Gesundheitsminister Jens Spahn plant allerdings, dass für diese Menschen eine Corona-Testpflicht gelten soll. Das soll nächste Woche entschieden werden.

2. Höhere Strafen bei Verstoß gegen die Corona-Regeln

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU.
Quelle: Annette Riedl/dpa

Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat daher am Samstag höhere Strafen für Menschen gefordert, die zum Beispiel ohne Maske Bus oder Bahn fahren. Wer sich nicht an die Corona-Regeln hält oder diese bewusst ignoriert, soll unter anderem hohe Geldstrafen zahlen müssen. So sollen die Corona-Regeln wieder besser umgesetzt werden. Denn bei noch mehr Corona-Fällen kann es einen zweiten Lockdown geben. Geschäfte müssten dann wieder schließen, darunter würde dann auch die Wirtschaft in Deutschland leiden.

Um diese Coronaregeln geht es:

Es gelten immer noch die bekannten Corona-Regeln aus den vergangenen Wochen. Denn es hat sich gezeigt, dass sie gut dabei helfen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Für ganz Deutschland gilt:

  • Die Regeln zum Abstand halten und zum Leute treffen und besuchen gelten weiter,
  • Genauso bleibt es bei der Pflicht, etwa in Geschäften oder Bussen und Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
  • Die Hygiene-Regeln gelten weiter, also dass man regelmäßig Hände waschen und beim Husten oder Niesen die Armbeuge vor den Mund halten soll.

Genaueres zu den Corona-Regeln

Klickt euch durch unsere Themenseite.

diese vom center for disease control and prevention (cdc) erstellte illustration zeigt den neuartigen coronavirus 2019-ncov

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