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Proteste von Kurden in Deutschland

In verschiedenen deutschen Städten gehen Kurden auf die Straße. Sie demonstrieren gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien. Hier erfahrt ihr, was dahinter steckt.

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Seit dem 9. Oktober greifen türkische Soldaten ein Gebiet im Norden Syriens an. Dort leben viele Kurden. Der türkische Präsident Erdogan sagt, in dem Gebiet gebe es kurdische Kämpfer, die Anschläge auf die Türkei planten.

Die Türkei müsse sich schützen und deshalb würden türkische Soldaten die kurdischen Kämpfer dort angreifen. Kritiker sagen, dass das nicht stimme und auch Unschuldige angegriffen würden. Am Donnerstag hatten Politikerinnen und Politiker eine Waffenruhe für die Region ausgehandelt. Fünf Tage lang sollte nicht gekämpft werden. So sollte den kurdischen Kämpfern die Möglichkeit gegeben werden, das Gebiet zu verlassen. Aber: Die Waffenruhe hielt nicht lange. Mehr erfahrt ihr im verlinkten Artikel.

Proteste in Deutschland

Viele Kurden in Deutschland gehen auf die Straße, weil sie gegen den Einmarsch in Syrien demonstrieren. In Deutschland leben aber auch viele Menschen mit türkischen Wurzeln. Von ihnen finden viele die Politik des türkischen Präsidenten Erdogan und damit wohl auch den Einmarsch in Syrien gut. Die Stimmung ist deshalb auch in Deutschland angespannt. Am Rande der Demonstrationen gab es immer wieder Gewalt zwischen beiden Gruppen. Dabei wurden auch mehrere Menschen verletzt. Auch für das Wochenende sind wieder Demonstrationen in Deutschland geplant.

Proteste von Kurden in Köln
Viele Kurden sind auf die Straße gegangen.
Quelle: reuters

Warum gibt es den Konflikt überhaupt?

Die Kurden sind eine Volksgruppe. Sie haben eine eigene Kultur. Und sie sprechen auch eigene Sprachen. Die Kurden haben aber keinen eigenen Staat. Sie leben verteilt auf mehrere Länder - vor allem in der Türkei, aber auch in Syrien, dem Irak und dem Iran. Schon seit vielen Jahren gibt es zwischen Kurden und Türken Streit. Viele Kurden fühlen sich von den Türken benachteiligt, viele Türken fühlen sich von den Kurden bedroht.

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