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Demonstrieren gegen die Corona-Regeln

Am Wochenende sind in mehreren deutschen Städten wieder Menschen auf die Straßen gegangen, weil sie mit den Corona-Regeln nicht einverstanden sind. Es gab aber auch Gegendemonstrationen und es kam zu Gewalt.

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Zurzeit müssen wir uns wieder an strengere Corona-Regeln halten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die meisten Menschen finden diese Regeln sinnvoll und halten sich auch daran: Abstand halten, Maske tragen, Verzicht auf Partys und so weiter.

Menschen gehen eine Straße entlang und demonstrieren gegen die Corona-Regeln. Ein Mann hält ein Schild mit der Aufschrift "Querdenken", ein anderer mit der Aufschrift "Freiheit! Wahrheit!".
Teilnehmerinnen und Teilnehmer protestieren bei einer "Querdenken"-Demonstration im niedersächsischen Aurich gegen die Corona-Regeln.
Quelle: dpa

Aber es gibt auch Menschen, die die Corona-Regeln nicht gut finden und dagegen demonstrieren. In den vergangenen Wochen und Monaten haben sie schon öfter Corona-Demonstrationen organisiert. Die Demonstrationen finden unter dem Namen "Querdenken" statt. Seit die Bundesregierung Anfang November wieder strengere Corona-Regeln eingeführt hat, gehen jetzt wieder mehr Menschen auf die Straßen, um gegen die Maßnahmen zu protestieren. Es wird allerdings schon länger darüber diskutiert, ob diese Demonstrationen stattfinden dürfen oder nicht. logo! erklärt euch im Video, worum es bei der Diskussion geht:

ZDFtivi | logo! -
Diskussion um Demos gegen die Coronaregeln?
 

logo! erklärt euch, um was es geht.

Videolänge
1 min

Wasserwerfer in Frankfurt am Main

Auf dem Bild sieht man Gegner der Querdenken-Demonstration in Frankfurt am Main. Sie verstecken sich hinter einem Banner, während die Polzei Wasserwerfer gegen sie einsetzt.
Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen die Gegnerinnen und Gegner der "Querdenken"-Demonstration ein.
Quelle: dpa

Am Wochenende haben solche Demos wieder in mehreren deutschen Städten stattgefunden. Am Samstag kamen in Frankfurt am Main rund 600 Demonstrantinnen und Demonstranten zusammen, um gegen die Corona-Regeln zu protestieren. Auch 300 Gegnerinnen und Gegner der "Querdenken"-Demonstration versammelten sich. Weil sie sich dem Protestmarsch entgegenstellten, setzte die Polizei Wasserwerfer gegen sie ein. Später löste die Polizei allerdings auch die eigentliche Corona-Demonstration auf, weil die Demonstrantinnen und Demonstranten gegen die Abstandsregeln verstießen und keine Masken trugen. Ein Wasserwerfer kam auch hier zum Einsatz, weil einige Menschen die Aufforderungen der Polizei nicht befolgten. Vier Polizistinnen und Polizisten wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt.

Demos auch in anderen Städten

Auch im nordrhein-westfälischen Bonn versammelten sich am Samstag rund 400 Menschen. Aufgrund der vielen Coronafälle war die Versammlung dort aber gar nicht erlaubt, sodass die Polizei die Veranstaltung schnell wieder auflöste. In Karlsruhe in Baden-Württemberg protestierten sogar bis zu 1000 Menschen gegen die Corona-Regeln. Hier verlief die Demo aber ruhiger als in Frankfurt. Obwohl die Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine Masken trugen, hielten sie den nötigen Abstand ein. Im bayerischen Regensburg wurde ebenfalls gegen die Maskenpflicht protestiert. Am Sonntag kamen dann in Düsseldorf Corona-Demonstrantinnen und Demonstranten zusammen.

Gewaltsame Demos auch schon letztes Wochenende

In Leipzig hatte es am vergangenen Woche eine besonders große "Querdenken"-Demonstration gegeben. Dort hatten sich rund 20.000 Menschen aus ganz Deutschland versammelt. Weil sich viele Menschen nicht an die Abstandsregeln hielten und keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben, wurde die Demonstration von der Polizei abgebrochen. Weil viele Demonstrantinnen und Demonstranten aber trotzdem weiter protestiert haben, kam es auch hier zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Protestierenden.

Am Montag wollen Politikerinnen und Politiker über die weitere Corona-Strategie und darüber, wie es in den kommenden Wochen mit den Regeln weitergehen soll, diskutieren.

Diesen Text hat Lisa geschrieben.

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