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Wer beim Wettrennen ums Klima vorne liegt

Klar ist: Eine Eins kriegt kein Land in Sachen Klimaschutz. In der Klimaschutz-Rangliste kann man sehen, welches Land am meisten für das Klima tut - und welches am wenigsten.

Datum:

Umweltorganisationen checken jedes Jahr, wie gut Länder weltweit beim Klimaschutz abschneiden. Das schreiben sie dann im sogenannten Klimaschutz-Index auf. Und so viel schon mal vorweg: Einen echten Streber gibt es beim Klimaschutz nicht. Kein einziges Land hat von den Umweltorganisationen die Note "sehr gut" bekommen. Wäre Klimaschutz ein Wettrennen, hätte keines der Länder das Ziel erreicht, sondern wäre vorher einfach liegen geblieben.

Archiv: Windräder in Niedersachsen am 23.10.2019
Der Ausbau von Erneuerbaren Energien wie hier die Windkraft bringt die Länder auf der Klima-Rangliste nach vorne.
Quelle: dpa

Nur die Klimaverschmutzer machen mit

Nicht alle Länder der Welt kommen auf die Liste, sondern nur die, die den meisten Dreck machen und sich deshalb eigentlich am meisten anstrengen müssten. 60 Länder plus die Europäische Union (EU) sind dabei. Diese Länder sind für 90 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich, also für fast die ganze Menge klimaschädlicher Gase in der Luft. Die Rangliste soll eben diese klimaverschmutzenden Länder anspornen, nächstes Jahr besser zu sein - das klappt laut den Autoren des Berichts schon ganz gut:

Unser Index zeigt, dass das Wettrennen zu Null Treibhausgasemissionen begonnen hat.
Niklas Höhne, Klimaschützer

Gewonnen hat...

...niemand! Die Plätze eins bis drei bleiben frei. Denn bisher erfüllt keines der Länder das Pariser Klimaziel.

Die Anstrengungen in Sachen Klimaschutz, die dafür nötig wären, hat aber bisher eben kein Land erfüllt.

Also fängt die Liste erst mit den Rängen vier bis sechs an - und die belegen dank ihrer Klimapolitik und ihren Fortschritten bei Erneuerbaren Energien die nordeuropäischen Länder Dänemark, Schweden und Norwegen. Die EU landet nur auf Platz 22 - sechs Plätze schlechter als vergangenes Jahr.

Deutschland ist auf Platz 13 - immerhin! So eine gute Platzierung hatte Deutschland nämlich seit acht Jahren nicht mehr. Bis 2009 war Deutschland ein Vorbild beim Klimaschutz. 2008 belegte es in dem Ranking sogar den ersten Platz, sackte dann aber immer weiter ab. Das liegt unter anderem daran, weil der Ausbau der Erneuerbaren Energien so langsam voran geht.

Verloren haben...

... die Schlusslichter Kanada, Iran, Saudi-Arabien und Kasachstan. Nach hinten gefallen ist China. Das Land ist auf Platz 37 weit hinten und um vier Plätze schlechter als 2020. Aber auch damit liegt China immer noch weit vor den USA. Die sind ziemlich abgeschlagen auf Platz 55 - wenn auch immerhin schon sechs Plätze besser als noch im Jahr zuvor. Da gehörten die USA nämlich zu den Verlierern.

Vorgestellt wurde der Klimaschutz-Index auf der Weltklimakonferenz. Was da genau gemacht wird und was schon beschlossen wurde, kannst du hier nachlesen:

Großbritannien, Glasgow: Vanessa Nakate, Klimaaktivistin aus Uganda, gestikuliert während der UN-Klimakonferenz COP26.

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ZDFtivi

Diesen Text hat Meike geschrieben.

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ZDFtivi
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