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Raumsonde soll Rätsel der Sonne lösen

Im August 2018 ist die Raumsonde von den USA aus ins Weltall gestartet. Sie soll dabei helfen, einige Rätsel um die Sonne zu lösen. Jetzt melden Forscher und Forscherinnen: Sie ist der Sonne so nah gekommen wie kein Flugkörper zuvor.

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150 Millionen Kilometer ist die Sonne etwa von der Erde entfernt. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat im August 2018 die Sonde "Parker Solar Probe" auf die Reise dorthin geschickt. Eine Sonde ist ein unbemanntes Raumschiff. Sie ist etwa so groß wie ein Auto und wiegt 700 Kilo. Nun berichten die Forscher und Forscherinnen, dass die Sonde bis auf etwa 24 Millionen Kilometer an die Sonne herangeflogen ist. So nah kam noch kein Flugkörper an die Sonne heran. Dabei sammelt die Sonde viele Daten über die Sonne, den Stern unseres Planetensystems. Erste Daten hat sie auch schon an die Erde geschickt.

Bild der Sonne von Sonde Parker Solar Probe
Ein Bild der Sonne, das die Sonde gemacht hat.
Quelle: reuters/nasa

Diese Rätsel wollen die Wissenschaftler lösen

Die Forscher und Forscherinnen der NASA haben nämlich viele Fragen. Ein Rätsel ist zum Beispiel, warum es um die Sonne herum so viel heißer ist als auf der Oberfläche der Sonne selbst. Die Wissenschaftler hoffen, dadurch auch mehr darüber zu erfahren, wie Sterne funktionieren. Außerdem könnten die Daten, die die Sonde sammelt, bei Wettervorhersagen helfen.

"Parker Solar Probe"
Diese Grafik zeigt: Die Sonde kommt der Sonne so nah, wie bisher kein Flugkörper.
Quelle: dpa

Auch über die Sonnenwinde wollen die Wissenschaftler mehr erfahren. Bei einem Sonnenwind werden Teilchen von der Sonne ins Weltall geschleudert. Solche Stürme können zum Beispiel Satelliten zerstören oder das Stromnetz auf der Erde beeinflussen. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, was dabei genau passiert und wie man sich schützen kann.

Erste Ergebnisse

Die ersten Daten und Bilder von der Raumsonde zeigen die Sonnenumgebung von Nahem und haben die Forscher und Forscherinnen echt überrascht.

Denn von der Erde aus sieht die Umgebung der Sonne aus wie ein gleichmäßiger, ruhiger Strahlenkranz. Doch die nahen Bilder zeigen jetzt: Ruhig ist da gar nichts. Um die Sonne herum herrscht ein heftiges Wirrwarr aus Strahlenströmen, starken Plasmawellen und schwingenden Magnetfeldern. Die Forscher vermuten jetzt, dass die auch für die starke Hitze rund um die Sonne sorgen.

So übersteht die Sonde extreme Temperaturen

Damit die Raumsonde die hohen Temperaturen von mehr als tausend Grad aushalten kann, hat sie einen zwölf Zentimeter dicken Panzer aus Karbon. Das ist ein ziemlich festes und leichtes Material, das Hitze oder Kälte gut standhalten kann.

Noch fünf Jahre lang soll die Raumsonde unterwegs sein und dabei sogar noch näher an die Sonne heranfliegen. Damit die Forscher noch mehr über den Stern unseres Planetensystems erfahren.

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