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Rechtsextreme im Internet

Nach einem Anschlag wird in Deutschland darüber diskutiert, wie man Rechtsextreme besser online überwachen kann.

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In der vergangenen Woche gab es in Halle an der Saale einen rechtsextremen Terroranschlag (Link zum Thema) auf eine Synagoge, also ein jüdisches Gotteshaus. Seit einigen Tagen diskutieren Politikerinnen und Politiker deshalb nun darüber, wie man Rechtsextreme in Zukunft besser überwachen kann – vor allem im Internet.

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Viele Rechtsextreme sind gewaltbereit.
Quelle: dpa

Viele Rechtsextreme schrecken nicht davor zurück, mit Hass oder Gewalt gegen andere vorzugehen. Oft schließen sie sich in Gruppen zusammen. Dafür nutzen sie eben auch das Internet.

Rechtsextreme tauschen sich sehr viel über das Internet aus und bilden geheime Netzwerke, in die nicht jeder reinkommt. Möglicherweise planen gewaltbereite Rechtsextreme so auch Angriffe. Um mit anderen in Kontakt zu kommen, die auch rechtsextreme Gedanken haben, braucht man nur einen Laptop oder einen Computer - man muss noch nicht mal die eigene Wohnung verlassen. Das macht es für Sicherheitsbehörden, also zum Beispiel für die Polizei, sehr viel schwieriger, Rechtsextreme zu finden, zu beobachten und zu kontrollieren.

Wie vernetzen sich Rechtsextreme im Internet?

  • Zum Beispiel nutzen Rechtsextreme bestimmte Webseiten, um sich zu informieren. Die dort veröffentlichten Artikel enthalten sehr oft Links, also in diesem Fall Verbindungen zu weiteren rechtsextremen Webseiten. Wer dort also Artikel liest und die Links nutzt, stößt immer wieder auf neue Themen. Außerdem können Rechtsextreme so Kontakt zu anderen Gruppen finden, die genauso denken wie sie.
  • Solche Links werden auch in Sozialen Medien und bei Messenger-Diensten geteilt. So sind Rechtsextreme gut vernetzt. Meist können sie nahezu unbemerkt miteinander diskutieren und sich austauschen.
  • Rechtsextreme nutzen das Internet auch, um Konzerte zu organisieren und zu bewerben. Dort wird Musik mit rechtsextremen Inhalten gespielt.
  • Von manchen rechtsextremen Veranstaltungen, Artikeln oder Unterhaltungen soll nicht jeder wissen. Um diese geheim zu halten, nutzen Rechtsextreme häufig geheime Webseiten, auf die nicht jeder zugreifen kann.

Bessere Überwachung gefordert

Damit Rechtsextreme in Zukunft auch im Internet noch besser überwacht werden können, haben die deutschen Sicherheitsbehörden, genauer gesagt das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz, den Politikern jetzt neue Pläne vorgelegt. Zum Beispiel soll es in Zukunft mehr Polizisten geben, die rechtsextreme Seiten im Internet finden und überwachen können, um herauszufinden, ob einige Rechtsextreme verbotene Dinge tun. Außerdem soll die Polizei einfacher die Erlaubnis bekommen, geheime Unterhaltungen im Internet zu kontrollieren.

Eine weitere Idee: Auch der Hass und die Androhung von Gewalt, die Rechtsextreme im Internet verbreiten, sollen künftig bestraft werden. Bis solche Ideen aber tatsächlich umgesetzt werden, wird es noch eine Weile dauern.

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Rechtsextremismus
 

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