Sie sind hier:

Das zweite Leben unseres Elektromülls

Fast zwei Millionen Tonnen Elektroschrott produzieren wir schätzungsweise jedes Jahr in Deutschland. Wenn der Elektroschrott richtig entsorgt wird, kann er auch recycelt, also wiederverwendet werden.

Datum:

Handys, Computer, Fernseher, Wasserkocher, Waschmaschinen - wir alle haben viele verschiedene Elektrogeräte. Doch was passiert, wenn eines dieser Geräte kaputt geht? Nur selten lohnt es sich noch, die Geräte reparieren zu lassen. Also kaufen wir ein neues Gerät und werfen das kaputte weg.

Sammelstelle für Elektrokleingeräte
Elektromüll sollte auf Wertstoffhöfe gebracht werden.
Quelle: dpa

Wie wird Elektromüll richtig entsorgt?

Leider entsorgen viele Menschen in Deutschland ihren Elektromüll falsch: Alte und kaputte Elektrogeräte haben nichts im Hausmüll zu suchen. Es ist sogar verboten, sie in der grauen Tonne zu entsorgen. Elektroschrott sollte stattdessen zu speziellen Sammelstellen gebracht werden. In vielen Städten gibt es beispielsweise sogenannte Wertstoffhöfe und es kostet nichts, seinen Elektromüll dort abzugeben. Dort wird oft erst einmal geprüft, ob die Geräte noch funktionsfähig sind und weiter verwendet werden können. Kaputte Geräte werden fachgerecht entsorgt und teilweise auch recycelt, also wiederverwertet.

Was passiert beim Recycling?

Elektromüll ist nicht wertlos. Elektrogeräte enthalten unter anderem wertvolle Metalle. Handys beispielsweise enthalten Gold, Silber und Kupfer. Stecker oder Kabel können auch solche Edelmetalle enthalten. Um an diese Metalle zu kommen, muss der Elektroschrott zerlegt werden. Meistens passiert das per Hand: Arbeiter und Arbeiterinnen schrauben die Geräte auseinander und sortieren die einzelnen Teile. Manche Recycling-Betriebe schmelzen Elektroteile ein und können so an die Metalle herankommen. Manchmal werden Geräte auch komplett in einem Schredder zu kleinen Teilen zermahlen. Danach werden dann mit Maschinen Kunststoff, Metall oder Glas voneinander getrennt. Metalle zu recyceln ist gut für die Umwelt. Denn neue Metalle zu gewinnen, verbraucht viel Energie.

Was ist das Problem?

In Deutschland wird noch nicht mal die Hälfte des Elektromülls richtig entsorgt. Falsch entsorgter Elektroschrott, zum Beispiel wenn die Sachen im Hausmüll landen, kann nicht recycelt werden. Ein weiteres Problem: Ein großer Teil des deutschen Elektromülls landet auch in ärmeren Ländern in Asien und Afrika. Zwielichtige Schrotthändler verschiffen Container voll mit alten Kühlschränken, Fernsehern und Computern nach Afrika. Es ist allerdings verboten, kaputte Elektrogeräte dorthin zu verkaufen. Denn die Menschen, die dort Elektroschrott zerlegen, um an die wertvollen Teile zu kommen, arbeiten unter sehr gefährlichen und gesundheitsgefährdenden Bedingungen. Sogar Kinder arbeiten auf diesen riesigen Müllhalden aus Elektroschrott.

ZDFtivi | logo! - Giftige Müllhalden

Warum gibt es in Afrika viele giftige Müllhalden, auf denen Jugendliche arbeiten?

Videolänge:
1 min

So entsorgt ihr eure alten Computer richtig

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!