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Was hat Corona mit dem Regenwald zu tun?

Seit der Corona-Krise in Brasilien hat die Abholzung des Regenwalds stark zugenommen. Präsident Bolsonaro scheint nichts dagegen unternehmen zu wollen.

In dem Land Brasilien breitet sich das Coronavirus immer schneller aus. Mittlerweile hat Brasilien nach den USA die meisten Corona-Fälle auf der Welt. (Mehr dazu erfahrt ihr, wenn ihr hier klickt.) Doch das ist nicht das einzige Problem, das den Menschen Sorgen macht. Wegen der Corona-Krise werden auch immer größere Teile des Regenwaldes abgeholzt - verbotenerweise! Wie kann das sein?

Brasilien - Abholzung in Amazonien
So sieht ein abgeholzter Teil des Regenwaldes von oben aus.
Quelle: dpa

Was Corona mit der Abholzung zu tun hat

Erstens: In Brasilien kommt es immer wieder vor, dass verschiedene Gruppen oder Firmen Teile des Regenwaldes abholzen, obwohl das verboten ist. Sie wollen zum Beispiel mit dem Holz Geld verdienen oder im Boden nach Gold graben.

Um die verbotene Abholzung zu verhindern, gibt es eine Art Schutzpolizei für den Regenwald. Die Schutzpolizei kann ihre Arbeit gerade nicht so machen wie sonst, weil wegen Corona Ausgangsbeschränkungen gelten. Das nutzen die Abholz-Gruppen aus. Sie fühlen sich unbeobachtet. Die Schutzpolizei hat aber nicht komplett aufgehört zu arbeiten. Sie ist weiterhin im Regenwald unterwegs und versucht, die Gruppen zu stoppen.

Zweitens: In Brasiliens Regenwald leben indigene Völker, also Nachkommen der Ureinwohner Brasiliens. Sie haben Angst, sich bei den Abholz-Gruppen mit dem Coronavirus anzustecken. Denn Indigene sind durch das Virus besonders in Gefahr. (Mehr dazu erfahrt ihr, wenn ihr hier klickt.) Deshalb ziehen sie sich immer tiefer in den Wald zurück. Die Abholz-Gruppen haben sozusagen freie Bahn.

Warum auch Präsident Bolsonaro kritisiert wird

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro. Archivbild
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro
Quelle: Marcos Correa/Palacio Planalto/dpa

Viele werfen dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro vor, nichts gegen diese Abholzung zu unternehmen. Bolsonaro war auch schon vor Corona dafür bekannt, sich nicht besonders für den Schutz des Regenwaldes einzusetzen. Stattdessen wird ihm vorgeworfen, die verbotene Abholzung sogar zu unterstützen. Ihm sei es das Wichtigste, dass Firmen mit dem Regenwald Geld verdienen. Seitdem Bolsonaro Präsident ist, wurden so große Teile des Regenwaldes zerstört wie seit vielen Jahren nicht.

Warum der Regenwald geschützt werden sollte

Viele Umweltschützerinnen und Umweltschützer auf der ganzen Welt sind besorgt. Eigentlich stehen große Teile des Regenwaldes in Brasilien unter besonderem Schutz. Der Regenwald ist wichtig für die Umwelt und das Klima. Dort gibt es viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Die Bäume sorgen auch dafür, dass weniger klimaschädliches CO2 in der Luft ist. Außerdem leben viele indigene Völker im Regenwald. Wenn das Zuhause der indigenen Völker zerstört wird, ist das ein Verstoß gegen die Menschenrechte.

So helft ihr dem Regenwald

Wir selbst können die Abholzungen des Regenwaldes nicht stoppen. Aber: Es gibt trotzdem einiges, was auch wir in Deutschland tun können, um den Regenwald zu schützen:

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