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Rettungsschiff "Aquarius" darf in Malta anlegen

Das Schiff "Aquarius" hat 141 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Tagelang suchte das Schiff nach einem Hafen, um anzulegen. Malta und Italien hatten dem Schiff verboten, ihre Häfen anzusteuern. Doch nun gibt es gute Nachrichten.

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Das Schiff "Aquarius" hat 141 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Tagelang suchte das Schiff nach einem Hafen, um anzulegen. Malta und Italien hatten dem Schiff verboten, ihre Häfen anzusteuern. Doch nun gibt es gute Nachrichten.

Libyen Italien Malta
Der weiße Pfeil zeigt den Weg von Libyen über das Mittelmeer nach Italien.
Quelle: ZDF

Die Aquarius befindet sich momentan in der Nähe von Malta. Das Schiff hatte am Freitag 141 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Auch viele Kinder sind dabei. Die Menschen waren zuvor mit Schlauchboten aus dem afrikanischen Land Libyen unterwegs in Richtung Europa. Auf dem Meer wären sie dann fast untergegangen.

Eigentlich hätte die Aquarius die Flüchtlinge nach Italien oder Malta bringen müssen. Denn der Weg dorthin wäre der kürzeste. Und nach den europäischen Regeln sollen Rettungsboote die Menschen auf dem schnellsten Weg an Land bringen. Italien und Malta wollten aber keine Geflüchteten mehr aufnehmen. Sie hatten der Aquarius verboten, an ihren Häfen anzulegen.

Die Suche nach einem sicheren Hafen

Das Rettungsschiff "Aquarius" verlässt den Hafen von Marseille.
Das Rettungsschiff "Aquarius" ist auf dem Mittelmeer unterwegs.
Quelle: Claude Paris/AP/dpa

Die Aquarius hat bereits häufiger Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Im Juni hatte es schon einmal sehr lange gedauert bis das Rettungsschiff einen Hafen gefunden hatte, in dem es anlegen durfte. Denn auch damals hatten Malta und Italien keine Erlaubnis zum Anlegen gegeben. Spanien hatte sich dann dazu bereit erklärt, die Geflüchteten aufzunehmen. Doch diesmal sagen auch die Spanier nein.

Gerettete Flüchtlinge an Bord der "Aquarius"
Noch müssen die Menschen an Bord der Aquarius warten bis sie an Land dürfen.
Quelle: reuters

Schon seit fünf Tagen befinden sich die Geflüchteten auf dem Schiff. Sie sind zwar froh, dass sie gerettet wurden. Doch die lange Zeit auf dem Schiff ist eine große Belastung für viele. Sie sind von der Flucht sehr geschwächt oder krank.

Nun haben sich einige europäische Länder, unter anderem Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland, und Luxemburg beraten und eine Lösung gefunden. Die Aquarius wird in Malta anlegen. Die Menschen werden dann auf die fünf Länder verteilt.

Italien ist mit den vielen Flüchtlingen überfordert

Viele Politiker diskutieren jetzt wieder einmal darüber, wie die EU in Zukunft mit Flüchtlingen umgehen soll. Die Politiker kritisieren Italien dafür, dass sie die Flüchtlinge nicht aufnehmen wollen. Allerdings fordert Italien schon seit einiger Zeit mehr Unterstützung durch die anderen EU-Länder.

In den vergangenen Jahren sind mehr als 600.000 Flüchtlinge aus Afrika nach Italien gekommen. Das Land fühlt sich damit schon seit Langem überfordert. Die italienische Regierung hat deshalb beschlossen, so gut wie keine Rettungsschiffe mehr anlegen zu lassen.

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