Sie sind hier:

Geflüchtete dürfen an Land gehen

Zwei Schiffe haben im Mittelmeer 49 Geflüchtete aus Seenot gerettet. Tagelang suchten die Schiffe nach einem Hafen, um die Menschen an Land gehen zu lassen. Nun gibt es gute Nachrichten.

Datum:

Zwei Rettungsboote haben vor Tagen 49 Geflüchtete im Mittelmeer gerettet. Die Menschen waren in Booten unterwegs in Richtung Europa. Auf dem Meer waren sie in Seenot geraten und wurden von Helferinnen und Helfern der beiden Schiffe gerettet. Tagelang mussten die Schiffe auf dem Meer in der Nähe von Malta und Italien ausharren. Die lange Zeit auf dem Schiff ist für viele Geflüchtete eine große Belastung. Sie sind von der Flucht sehr geschwächt, einige sind seekrank geworden.

Sea-Watch
Das Rettungsschiff "Sea Watch"
Quelle: ap

Warum konnten die Schiffe nicht in Malta oder Italien anlegen?

Eigentlich hätten die beiden Rettungsschiffe die Geflüchteten nach Italien oder Malta bringen müssen. Denn der Weg dorthin wäre der kürzeste. Und nach den europäischen Regeln sollen Rettungsboote die Menschen auf dem schnellsten Weg an Land bringen. Italien und Malta wollen aber keine Geflüchteten mehr aufnehmen. Die beiden Länder hatten den Schiffen deshalb verboten, in ihren Häfen anzulegen.

Flüchtlinge ruhen auf dem Rettungsschiff "Sea Watch 3" vor der Küste von Malta am 03.01.2019
Flüchtlinge auf dem Rettungsschiff "Sea Watch 3"
Quelle: Reuters

Welche Lösung wurde gefunden?

Nun haben sich einige europäische Länder beraten und eine Lösung gefunden. Die Menschen werden in Malta an Land gehen und dann auf mehrere Länder verteilt.

Warum gibt es immer wieder Probleme mit Rettungsschiffen?

Es passiert nicht zum ersten Mal, dass Rettungsschiffe tagelang darauf warten, an einem Hafen anlegen zu dürfen. In den vergangenen Monaten kam es immer wieder vor, dass Geflüchtete von den Rettungsschiffen nicht an Land gehen durften. Viele Politiker und Politikerinnen diskutieren deshalb darüber, wie die EU in Zukunft mit Geflüchteten umgehen soll. Viele kritisieren Italien und Malta dafür, dass sie keine Geflüchteten aufnehmen wollen.

Allerdings fordern Italien und Malta schon seit einiger Zeit mehr Unterstützung durch die anderen EU-Länder. In den vergangenen Jahren sind zum Beispiel mehr als 600.000 Flüchtlinge aus Afrika nach Italien gekommen. Das Land fühlt sich damit schon seit Langem überfordert. Die italienische Regierung hat deshalb beschlossen, so gut wie keine Rettungsschiffe mehr anlegen zu lassen.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!