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Mutige Protestaktion im russischen Fernsehen!

Ein Video geht um die Welt: Eine Journalistin hält in den russischen Abendnachrichten ein Protest-Plakat hoch. Viele feiern ihren Mut - denn in Russland drohen ihr jetzt viele Jahre Gefängnis.

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Marina Owsjannikowa heißt die Frau, die jetzt auf der ganzen Welt für ihren Mut gefeiert wird: Denn sie sprang während der russischen Abendnachrichten hinter die Moderatorin mit einem Plakat, auf dem auf Englisch und Russisch zu lesen ist: "Kein Krieg. Stoppt den Krieg. Glauben Sie nicht der Propaganda. Sie belügen Sie hier." Dazu rief sie:

Stoppt den Krieg. Nein zum Krieg.
Marina Owsjannikowa, Redakteurin
Nachrichtensprecherin Jekaterina Andrejewa und Marina Owsjannikowa, aufgenommen am 14.03.2022
Kriegsgegnerin Marina Owsjannikowa unterbricht Nachrichten in Russlands Staatsfernsehen.
Quelle: dpa

Protest ist in Russland verboten

Marina Owsjannikowa war nur wenige Sekunden in den russischen Abendnachrichten zu sehen - dann schaltete der Sender zu einem anderen Beitrag um. Der Sender ist das Staatsfernsehen in Russland und damit die Hauptnachrichtenquelle für viele Millionen Russen. Der Sender hält sich dabei ganz genau an das, was Putin vorschreibt, Kritik an ihm ist verboten.

Denn in Russland gibt es keine Meinungs- und Pressefreiheit wie in Deutschland, sondern man kann dafür bestraft werden, wenn man Kritik an Putin übt. Mehr dazu seht ihr hier im Video:

logo! - Meinungs- & Pressefreiheit in Russland 

Darum ist es für die Kritiker und Kritikerinnen Putins in Russland nicht einfach!

Videolänge

Strengere Gesetze seit Kriegsbeginn

Putin hat seit Beginn des Krieges die Strafen für Proteste gegen den Krieg sogar verschärft: Die mutige Fernsehredakteurin könnte noch mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden. Am Dienstag verurteilte sie ein Gericht in Moskau aber vorerst nur zu einer Geldstrafe von 30.000 Rubel, umgerechnet 250 Euro.

Seit Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar wurden in ganz Russland fast 15.000 Menschen bei Protesten gegen den Krieg festgenommen. Mehr zu den Protesten lest ihr hier:

Demonstrationen in Russland

logo! - Russland: Tausende Demonstranten festgenommen 

Ein neues Gesetz macht den Protest der Menschen dort noch gefährlicher.

Aufruf zu mehr Demonstrationen

Marina Owsjannikowa sagt in einem Video, das vor dem Vorfall aufgezeichnet worden sein soll, und anschließend online gestellt wurde, dass sie sich als Mitarbeiterin des Senders dafür schäme, jahrelang Putins Propaganda verbreitet zu haben. Ihr Vater sei Ukrainer, ihre Mutter Russin.

Was derzeit in der Ukraine passiere, sei ein Verbrechen, sagt Marina Owsjannikowa. Die Verantwortung liege bei einem einzigen Mann und dieser sei Präsident Wladimir Putin. Sie rief das russische Volk auf, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren.

Diesen Text hat Meike geschrieben.

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