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Wahlen in Russland

In Russland wurde am vergangenen Wochenende ein neues Parlament gewählt. Manche sagen, dabei ging wohl nicht alles mit rechten Dingen zu. Wie die Wahl dort funktioniert und was die Kritiker sagen, lest ihr hier.

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In Deutschland heißt das Parlament Bundestag und wird jetzt am Sonntag bei der Bundestagswahl gewählt. In Russland gibt es auch ein Parlament, dort nennt man es die Duma. Duma bedeutet auf deutsch "Gedanke". In der Duma sitzen 450 Politikerinnen und Politiker.

Die Duma wird im September neu gewählt. Symbolbild
Das Parlament in Russland ist die Duma.
Quelle: -/Russian State Duma/dpa/Archivbild

Anders als bei uns fand in Russland die Wahl nicht an einem einzigen Tag statt, sondern ging über drei Tage, von vergangenem Freitag bis Sonntag.

Wie in Deutschland traten auch bei der Wahl in Russland unterschiedliche Parteien an - insgesamt waren es 14. Seit mehr als 20 Jahren ist die Partei "Geeintes Russland" die stärkste Partei in der Duma. Das ist auch die Partei, der der russische Präsident Wladimir Putin angehört. Putin ist ein sehr mächtiger Präsident und ihm ist es sehr wichtig, dass auch seine Partei in der Duma viel Macht hat.

Russlands Präsident Wladimir Putin (Archiv)
Russlands Präsident Wladimir Putin ist sehr mächtig und schon seit vielen Jahren im Amt.
Quelle: Alexei Druzhinin/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Deshalb wollte er, dass seine Partei "Geeintes Russland" auch dieses Mal am meisten Stimmen bekommt. Um das zu erreichen - vermuten seine Kritikerinnen und Kritiker - sollen Putin und seine Leute geschummelt haben. Und es gab tatsächlich einige Sachen, die schon vor und auch während der Wahl, sagen wir, etwas seltsam gelaufen sind:

  • Manche Politiker, die eine andere Politik machen wollen als Putin, wurden nicht zur Wahl zugelassen. Das heißt, sie durften sich gar nicht erst zur Wahl stellen und haben so keine Möglichkeit ins Parlament zu kommen.
  • In manchen Wahllokalen wurden Leute beobachtet, wie sie heimlich viele zusätzliche Stimmzettel für Putins Partei in die Wahlurnen geworfen haben.
  • Leute aus dem Ausland, die darauf achten sollten, dass alles mit rechten Dingen zugeht - sogenannte internationale Wahlbeobachter - durften gar nicht erst nach Russland einreisen.
  • Mehr als 2,5 Millionen Menschen haben online, also per Internet, abgestimmt. Gerade da soll viel geschummelt worden sein.

logo! - Wahl in Russland 

Darum gibt es Kritik!

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Putin und seine Leute sagen, dass bei der Wahl alles absolut fair und richtig zugegangen sei. Das Ergebnis war auf alle Fälle gut für ihn: Seine Partei "Geeintes Russland" hat mit Abstand die meisten Stimmen bekommen. Zwar nicht ganz so viele wie bei der letzten Wahl, aber es reicht, um weiter die Mehrheit in der Duma zu haben.

Putins Kritiker waren nach der Wahl sehr verärgert und einige protestierten gegen das Wahlergebnis. Aus ihrer Sicht ist da viel zu viel geschummelt worden.

Russland ist ein großes, spannendes Land. Achtung Angeberwissen!

Diesen Text hat Katrin R. geschrieben.

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