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5 Fakten zur Wahl in Sachsen-Anhalt

Wer darf bald in Sachsen-Anhalt regieren? Das entscheidet sich am 6. Juni, da wird nämlich ein neuer Landtag gewählt. Wir haben euch wichtige Fakten zur Wahl zusammengestellt.

Fakt 1: Ministerpräsident kann Rekord aufstellen

Reiner Haseloff, CDU, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
Das ist der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt: Reiner Haseloff.
Quelle: IMAGO / Political-Moments

Der momentane Ministerpräsident Reiner Haseloff ist 67 Jahre alt und schon seit zehn Jahren, für die Partei CDU, Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt. So lange war das dort bis jetzt noch niemand. Eigentlich sah es auch eine Zeit lang so aus, dass er dieses Jahr in Rente geht. Doch nach einigem Hin und Her will er jetzt doch nochmal antreten. Mit einer dritten Amtszeit würde er einen neuen Rekord als Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt aufstellen. Seine Chancen dafür stehen gut. Er ist bei vielen Menschen in Sachsen-Anhalt beliebt.

Fakt 2: Die Wahl in Sachsen-Anhalt ist wichtig für ganz Deutschland

Im September gibt es eine Bundestagswahl. Da wählen die Menschen, welche Parteien in den Bundestag kommen. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat damit erstmal nichts zu tun.

Trotzdem ist die Wahl wichtig für die Bundestagswahl. Denn es ist die letzte Wahl in einem Bundesland bevor alle Menschen in ganz Deutschland wählen. Und wie die Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt sich entscheiden, könnte auch einen Hinweis darauf geben, wie sich die Menschen bei der Bundestagswahl im Herbst entscheiden könnten. Deshalb gilt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als Stimmungstest für die Bundestagswahl.

Fakt 3: Es treten mehr als 20 Parteien an

Tierschutzpartei
Die Tierschutzpartei tritt auch in Sachsen-Anhalt an.
Quelle: ZDF

Ihr kennt bestimmt die größten Parteien: die CDU/CSU, die SPD, die Grünen und die AfD. Es gibt aber noch viel mehr. In Sachsen-Anhalt treten insgesamt 22 Parteien zur Landtagswahl an. Viele davon sind kleine Parteien. Neben den bekannten Großen gibt es zum Beispiel die "Gartenpartei", die "Tierschutzpartei" oder die "Partei für Gesundheitsforschung".

Diese kleinen Parteien wollen auch gerne im Landtag mitreden dürfen. Dafür brauchen sie aber eine bestimmte Anzahl von Stimmen. Viele Menschen wählen aber Parteien, die schon bekannt sind. Deshalb ist es eher unwahrscheinlich, dass es die kleinen, unbekannteren Parteien in den Landtag schaffen.

Fakt 4: Für Kinder soll sich etwas ändern

Jede Partei in Sachsen-Anhalt hat bestimmte Ideen, was sie nach der Wahl angehen und ändern möchte - wenn sie genug Stimmen bekommt und so auch regieren darf. Diese Ideen schreibt die Partei vorher auf, in einem Wahlprogramm. Wir haben mal geschaut, welche Ideen einige Parteien für Kinder haben. Hier ein paar Beispiele:

Ein Mädchen Kind packt ein Tablet in ihren Schulranzen (Archivbild)
Die SPD möchte, dass alle Kinder ein Tablet oder ähnliches für die Schule haben.
Quelle: dpa
  • Die CDU möchte, dass es in Zukunft in Schulen sogenannte "Talent-Scouts" geben soll. Das sind Menschen, die die Talente von Kindern erkennen können und diese dann fördern. Das könnte Kindern und Jugendlichen helfen, schon früh genug bei ihren Stärken unterstützt zu werden.
  • Die Partei AfD fordert zum Beispiel ein kostenfreies Schulessen und ein landesweites Schülerticket, mit dem unter anderem Busse oder Bahnen für Schülerinnen und Schüler kostenlos wären.
  • Die Linke möchte, dass Kinder in Zukunft mehr mitbestimmen können. Deshalb fordern sie eine Kinderkommission. Hier dürften ausgewählte Kinder und Jugendliche ihre politische Meinung einbringen und sich dafür einsetzen, dass es zum Beispiel Änderungen in Gesetzen gibt.
  • Die Partei Bündnis '90/Die Grünen setzen sich dafür ein, einen landesweiten "Anti-Mobbing-Tag" einzuführen.
  • Die SPD möchte, dass jedes Schulkind ein Handy, Tablet oder einen Laptop bekommt, um damit für den Unterricht arbeiten zu können. Dafür will die SPD Geld geben.

Fakt 5: Wenige junge Menschen gehen wählen

Insgesamt wohnen in Sachsen-Anhalt weniger junge Menschen, als in einigen anderen Bundesländern. Ein Grund dafür könnte sein, dass immer wieder junge Menschen wegziehen, weil es in Sachsen-Anhalt zu wenige Hochschulen oder Arbeitsplätze gibt. Und: Die jungen Menschen, die in Sachsen-Anhalt leben, scheinen nicht so gerne wählen zu gehen. In keinem anderen Bundesland in Deutschland gingen bisher so wenige junge Menschen zur Wahl wie dort. Das haben Expertinnen und Experten herausgefunden.

Diesen Text hat Julia geschrieben.

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