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Meeresbeobachtung aus dem All

Am Samstagabend startete eine Rakete. Mit an Board: Ein neuer Satellit, der aus dem All die Ozeane und Meere noch genauer überwachen soll.

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Der Satellit sieht aus wie ein großes Gartenhaus und heißt Sentinel-6. Er soll nach dem Start in einer Höhe von rund 1300 Kilometern rund um die Erde fliegen. Seine Hauptaufgabe: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern genaue Daten über die Höhe des Meeresspiegels liefern. Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat den Satelliten gebaut.

Der Satellit Sentinel 6
Was hier aussieht wie ein Dach, sind Solarmodule. Mit ihnen kann der Satellit Sonnenlicht in Elektrizität umwandeln.
Quelle: ESA/ATG medialab

Wie vermisst der Satellit das Meer?

Obwohl der Satellit richtig weit von der Erde entfernt ist, soll er die Höhe des Meeresspiegels millimetergenau vermessen können. Der Satellit hat dafür spezielle Messgeräte mit dabei. Unter anderem ist ein Radar an Bord. Damit schickt er ein spezielles Signal auf die Erde - genauer gesagt zu den Meeren und Gewässern der Erde. Dieses Signal wird vom Wasser wieder zurück zum Satelliten geschickt. Ein anderes Gerät misst, wie lange das Signal gebraucht hat. Ein Computer kann dann genau ausrechnen, wie weit die Meeresoberfläche vom Satelliten entfernt ist und wie sich diese Entfernung verändert.

Warum wird die Höhe des Meeresspiegels vermessen?

Wegen des Klimawandels wird es auf der Erde immer wärmer. Dadurch schmilzt das Eis am Nord- und Südpol. Das ist unter anderem ein Grund, warum der Meeresspiegel immer weiter ansteigt. Laut Expertinnen und Experten ist er in den letzten 30 Jahren um acht Zentimeter angestiegen. Weil Forscherinnen und Forscher die Veränderung des Meeresspiegels nun noch genauer untersuchen und festhalten wollen, haben sie nun diesen Satelliten gebaut.

Es ist wichtig zu beobachten, wie hoch das Wasser in den Meeren in den nächsten Jahren ansteigt. Denn viele Menschen auf der Welt leben sehr nahe an den Meeren. Steigt das Wasser weiter, könnten viele Städte überflutet werden. Die Expertinnen und Experten gehen auch davon aus, dass Flutwellen stärker werden.

Diesen Text hat Hannes geschrieben.

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