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Spontanes Schiri-Ende

Als Schiedsrichterin ist sie legendär - genauer gesagt: war sie legendär! Bibiana Steinhaus beendet überraschend ihre Karriere. Wir erklären euch, wieso die Schiedsrichterin so bekannt ist.

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Trillerpfeifen gehören zu ihrem Beruf: Bibiana Steinhaus ist Schiedsrichterin - und in der Fußballwelt ganz schön bekannt. Sie ist nämlich bislang die einzige Frau, die es als Unparteiische in die Fußball-Profiliga geschafft hat - und zwar in die der Männer. Am Mittwochabend pfiff sie noch ein Endspiel des Supercups - und das war nicht nur das wichtigste Spiel ihrer Karriere, sondern auch das letzte. Wir stellen euch die Star-Schiedsrichterin vor.

Letzter Pfiff von Schiedsrichterin Steinhaus
Trillerpfeifen und gelbe Karten gehören zu ihrem Beruf: Steinhaus ist Schiedsrichterin.
Quelle: dpa

Wer sie ist:

Steinhaus hat am 24. März Geburtstag, kommt aus dem Bundesland Niedersachsen und ist von Beruf Polizistin. Fußball hat sie schon immer interessiert: erst als Spielerin, mit 26 Jahren dann als Schiedsrichterin. Das "Schiri-Gen" hat sie übrigens von ihrem Vater - und ist quasi in seine Fußstapfen (oder eher Fußballstapfen) getreten. Die 41-Jährige wohnt in Hannover und ist mit einem ihrer früheren Schiedsrichter-Kollegen zusammen.

Schiedsrichterin in Aktion
Steinhaus in Aktion: Als Schiedsrichterin muss sie sehr viel rennen.
Quelle: reuters

Warum sie so bekannt ist:

Für den Deutschen Fußballbund DFB arbeitet Steinhaus schon relativ bald: Nach vier Jahren durfte sie dort pfeifen - zunächst in der Frauen-Bundesliga. Doch auch im Männerbereich kämpfte sie sich immer weiter durch - obwohl es für die männlichen Fußballer gar nicht üblich war, von einer Frau geleitet zu werden.

Im Jahr 2017 schaffte Steinhaus, was vor ihr noch keine andere Frau geschafft hat: Sie wurde die erste und bisher einzige Schiedsrichterin in der Fußball-Bundesliga der Männer. Und auch sonst hat die Unparteiische schon einige Preise abgeräumt: Sie wurde zum Beispiel sechs Mal zur Schiedsrichterin des Jahres gekürt.

Zeit zu gehen: Steinhaus beendet ihre Karriere
Zeit zu gehen: Steinhaus beendet verfrüht ihre Karriere.
Quelle: dpa

Überraschendes Karriere-Ende:

Ein weiterer Höhepunkt ihrer Laufbahn fand am Mittwochabend statt: Steinhaus pfiff das deutsche Supercup-Finale zwischen den beiden Vereinen FC Bayern München und Borussia Dortmund. So ein wichtiges Spiel pfeifen zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes - und auch hierbei ist sie wieder die erste Frau.

Diese Premiere war gleichzeitig auch ihr letztes Spiel: Am Mittwoch hat Steinhaus angekündigt, mit dem Pfeifen aufzuhören. Auf die Frage, warum, nennt sie persönliche Gründe. So ein plötzliches Ende hätte niemand erwartet: Denn eigentlich dürfen Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen in der Bundesliga pfeifen, bis sie 47 Jahre alt sind - die 41-Jährige hätte also noch Zeit.

Diesen Text hat Debbie geschrieben.

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