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Die "Fridays for Future"-Demonstrationen

Am Freitag war der Höhepunkt: Bei mehr als 2.000 Demos auf der ganzen Welt sind Jugendliche für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Allein in Deutschland gab es Demos in mehr als 220 Städten.

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Bereits seit einigen Wochen gibt es in vielen Städten freitags Schülerdemos für mehr Klimaschutz. Ihr Motto: "Fridays for Future", also "Freitage für die Zukunft". Mit den Demonstrationen wollen sie erreichen, dass die Politikerinnen und Politiker mehr unternehmen, um den Klimawandel aufzuhalten. Sie finden: Wenn wir in die Schule gehen und für unsere Zukunft lernen sollen, dann müssen sich Politikerinnen und Politiker auch um die Zukunft der Erde kümmern - also zum Beispiel darum, den Klimawandel aufzuhalten.

Am Freitag war der Höhepunkt der Demonstrationen: Hunderttausende Jugendliche waren in mehr 125 Staaten auf mehr als 2.000 verschiedenen Veranstaltungen auf die Straße gegangen.

Klimademonstration in Sydney
Zu der "Fridays for Future"-Demonstration in der australischen Stadt Sydney sind mehr als 20.000 Menschen gekommen.
Quelle: dpa

Klimaschutz oder Unterricht - was ist wichtiger?

Die Schülerinnen und Schüler, die auf die Straße gehen, wollen mit ihren Protesten viel Aufmerksamkeit erregen. Deshalb demonstrieren sie während der Unterrichtszeit. In Deutschland gibt es allerdings eine Schulpflicht. Das heißt, dass Schüler und Schülerinnen nicht einfach so Schule schwänzen dürfen, um zu demonstrieren. Deshalb sind zum Beispiel einige Lehrerinnen und Lehrer, Politiker und Politikerinnen und auch Eltern gegen diese Demonstrationen. Es gibt keine eindeutige Regelung, ob es erlaubt ist, während der Schulzeit zu demonstrieren. Deswegen ist es wichtig, dass ihr mit euren Eltern oder Lehrern darüber sprecht, wenn ihr auf eine Demo gehen wollt.

An diesem Freitag haben einige deutsche Schulen ihren Schülern und Schülerinnen ausnahmsweise erlaubt, an den Demos während der Schulzeit teilzunehmen. Manche Schulen haben sogar extra Ausflüge organisiert. Zum ersten Mal nehmen auch Lehrer und Lehrerinnen, Eltern und Wissenschaftler an den Klima-Demos teil.

Schülerdemo Fridays for future

ZDFtivi | logo! - Das sagen Politiker zu "Fridays for Future"?

Inzwischen haben sich auch Politiker und Politikerinnen zu den Demos geäußert. Hier erfahrt ihr, was sie zu den Demos während der Schulzeit sagen.

Viel Unterstützung von Erwachsenen

Es gibt nämlich auch viele Erwachsene, die es gut finden, dass Jugendliche sich für mehr Klimaschutz einsetzen. Ungefähr 20.000 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich hinter die streikenden Jugendlichen gestellt. Sie haben alle eine Art Brief unterschrieben, in dem sie den Jugendlichen Recht geben, dass mehr für den Klimaschutz getan werden müsse.

Auch einige Eltern haben sich inzwischen zusammengetan: Es gibt seit kurzem die "Parents for Future" (also: Eltern für die Zunkunft). Die Eltern bitten beispielsweise darum, dass ihre demonstrierenden Kindern nicht von der Schule bestraft werden.

Vorbild aus Schweden

Was denkt ihr darüber? Wie ist das an eurer Schule geregelt? Schreibt in die Kommentare!

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