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Deshalb könnte Schule im Freien Zukunft haben

Wegen des Coronavirus wurde in letzter Zeit auch darüber diskutiert, Unterricht draußen stattfinden zu lassen. Einige Forscherinnen und Forscher halten Schule im Freien auch in normalen Zeiten für eine gut Idee.

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Schulklassen, die regelmäßig im Freien lernen, gab es auch schon vor Corona. Manche verlegten zum Beispiel den Biologie-Unterricht nach draußen in den Wald. Die Idee dahinter: Statt die Tiere und Pflanzen ins Klassenzimmer zu holen oder sie nur in Büchern oder Filmen anzuschauen, besucht man sie einfach in ihrem natürlichen Lebensraum - im Wald. Doch nicht nur im Wald, auch in Parks oder sogar am Strand kann unterrichtet werden: Hauptsache draußen.

Schülerinnen und Schüler lernen im Wald
Forscherinnen und Forscher haben herausgefunden: Unterricht draußen hat viele Vorteile.
Quelle: dpa

Im Freien lernen hat Vorteile

Einige Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich schon seit mehreren Jahre mit dem Thema "im Freien lernen" und haben herausgefunden, dass es sich draußen ziemlich gut lernt. Und das aus mehreren Gründen:

  • Wer regelmäßig draußen lernt, hat weniger Stress. Lernen im Freien sorgt nämlich dafür, dass im Körper Stoffe abnehmen, die für Stress sorgen.
  • Außerdem muss man sich beim Draußen-Unterricht viel mehr bewegen und das ist gut für die Gesundheit. Denn beim Unterricht im Freien streift man zum Beispiel mal durch den Wald oder geht in einem Park auf Erkundungstour.
  • Die Schülerinnen und Schüler sind im Freien viel motivierter bei der Sache. Viele gehen im normalen Schulunterricht drinnen am Anfang des Schuljahres total motiviert in die Schule. Je länger das Schuljahr dauert, desto mehr nimmt die Motivation ab. Draußen bleiben die Schülerinnen und Schüler jedoch gleichmäßig motiviert. Das Lernen fällt ihnen leichter.

Unterricht draußen wegen Corona

Wenn der Unterricht draußen im Freien stattfinden würde, dann hat das noch einen richtig großen Vorteil: Man könnte sich so gut wie gar nicht mehr mit dem Coronavirus anstecken, selbst ohne Maske! Das sagen die meisten Experten, zumindest wenn man auch draußen 1,5 m Abstand hält. An der frischen Luft verweht die Luft, die wir ausatmen nämlich ganz schnell. Selbst wenn es nicht windig ist, verteilen sich die Aerosole – also die minikleinen Tröpfchen in unserer Atemluft – so schnell, dass man sich darüber praktisch nicht mehr anstecken kann.

Corona Unterricht draußen: Eher eine Notlösung

Allerdings hätte dieser Unterricht im Freien wegen des Coronavirus nicht nur Vorteile. Denn: Der Schulunterricht, den Forscherinnen und Forscher beobachtet haben, hatte ein klares Konzept, das oft lange von den Lehrerinnen und Lehrern entwickelt wurde. Und ganz anders abläuft als eine Unterrichtsstunde in einem Klassenraum. Bei dem Unterricht draußen wegen des Coronavirus, geht es meist eher darum, einfach Tische und Stühle rauszustellen. Der Unterricht, der normalerweise im Klassenraum stattfinden würde, wird einfach draußen abgehalten. Eher als Notlösung, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, um trotzdem zusammen lernen zu können und nicht jeder für sich alleine im Homeschooling.

Diesen Artikel hat Felix geschrieben.

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