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Entlassungen bei Siemens

Die Firma Siemens will in Deutschland mehr als 4.000 Arbeitsplätze streichen. Dagegen haben am Donnerstag wieder viele Mitarbeiter demonstriert.

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Den Namen "Siemens" kennt ihr vielleicht daher, weil er auf eurem Staubsauger oder eurer Waschmaschine steht. Vor ein paar Tagen hat die Firma Siemens bekannt gegeben, dass sie drei Siemens-Werke im Osten Deutschlands schließen wird. 3.300 Mitarbeiter würden so ihren Arbeitsplatz verlieren. Dagegen gibt es Proteste. Weltweit will Siemens sogar fast 7.000 Arbeitsplätze streichen.

Siemens-Beschäftigte demonstrieren in Offenbach.
Siemens-Beschäftigte demonstrieren. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa

Die Firma Siemens

Siemens wurde vor 170 Jahren in Berlin gegründet. Heute gehört Siemens zu den weltweit größten Unternehmen für Elektrotechnik und Elektronik. Siemens hat in fast jedem Land auf der Welt Firmensitze. Weltweit arbeiten etwa 372.000 Menschen für Siemens und fast jeder Dritte davon in Deutschland, also circe 115.000 Menschen. Siemens ist sehr erfolgreich. Im vergangenen Jahr hat der Konzern rund sechs Milliarden Euro Gewinn gemacht, also viel Geld verdient.

Kleinere Kraftwerke

Siemens will weltweit 6.900 Stellen streichen.
Siemens will weltweit fast 7.000 Stellen streichen. Quelle: Maja Hitij/dpa

Einige Bereiche laufen aber nicht so gut. Dort wollen die Firmenchefs jetzt Arbeitsplätze abbauen. Zum Beispiel wollen sie weniger Bauteile für Großkraftwerke verkaufen. Denn sie sagen, dass erneuerbare Energien wie Wind-, Solarenergie und Biogasanlagen in Deutschland immer wichtiger würden. Deshalb brauche man in Deutschland nicht mehr so viele Großkraftwerke wie zum Beispiel Kohlekraftwerke. In der Zukunft brauche man eher kleinere und flexiblere Kraftwerke.

Mitarbeiter wollen sich wehren

Demonstration am Siemens-Standorts in Berlin, aufgenommen am 17.11.2017
Viele Siemens-Mitarbeiter sind schockiert. Quelle: epa

Die betroffenen Mitarbeiter sind schockiert und sauer. Denn auch wenn es schon seit Wochen Gerüchte gab: Ein Teil der Mitarbeiter hat wohl erst aus der Zeitung von den geplanten Werks-Schließungen erfahren. Sie wollen nicht einfach hinnehmen, dass sie ihre Jobs verlieren werden und sich jetzt wehren. Zur Not auch mit Streiks. Sie hoffen, dass sie ihre Chefs doch noch umstimmen können. Bisher gibt es auf die Proteste aber noch keine Reaktion von Siemens. Jetzt werden sich wohl erst einmal die Siemens-Chefs und die Vertreter der Siemens-Mitarbeiter an einen Tisch setzen und darüber sprechen, wie es weiter geht.

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