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Chaos nach Wahl in Simbabwe

Bei Protesten nach der Wahl ist es in dem afrikanischen Land Simbabwe zu Gewalt gekommen. Viele Menschen dort hatten auf eine freie und faire Wahl gehofft und wurden enttäuscht.

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Die Menschen in Simbabwe haben am Montag einen neuen Präsidenten gewählt. Diese Wahl war etwas Besonderes. Lange Zeit gab es in dem Land nämlich keine richtigen Wahlen. Fast 40 Jahre lang war der Machthaber Robert Mugabe Präsident des Landes. Er hat nur wenig für die Menschen in Simbabwe getan. Viele hofften, dass sich nach diesen Wahlen endlich etwas in dem Land verändert.

Einige Tage nach der Wahl gibt es nun ein Ergebnis: Emmerson Mnangagwa hat die Wahl gewonnen. Er war viele Jahre lang der Stellvertreter des vorherigen Präsidenten Robert Mugabe. Weil die beiden eng zusammengearbeitet haben, sind viele Simbabwer nicht zufrieden mit dem Ausgang der Wahl.

Emmerson Mnangagwa am 30.07.2018 in Simbabwe
Emmerson Mnangagwa Quelle: dpa

Heftige Auseinandersetzungen nach der Wahl

Außerdem sind viele Menschen wütend, da bei der Wahl wohl nicht alles korrekt abgelaufen ist. Zum Beispiel sollen Wähler zum Teil erpresst worden sein, die Partei von Mnangagwa zu wählen. In den Tagen nach der Wahl gab es deshalb heftige Proteste.

Blutige Demonstrationen in Simbabwe.
Demonstrationen in Simbabwe. Quelle: Tsvangirayi Mukwazhi/AP/dpa

Die Regierung in Simbabwe streitet den Wahlbetrug ab und will sich die Proteste nicht gefallen lassen. Das Militär ging zum Teil hart gegen die Demonstranten vor. Drei Menschen sind bei den Auseinandersetzungen am Mittwoch sogar gestorben.

Viele Menschen in Simbabwe sind nun enttäuscht. Sie hatten gehofft, dass nach fast 40 Jahren unter der Herrschaft Mugabes freie und faire Wahlen stattfinden würden. Experten bezweifeln, dass sich mit dem neuen Präsidenten Mnangagwa in dem Land Vieles ändern wird.

Warum ist Mugabe nicht mehr an der Macht?

Fast 40 Jahre lang was Robert Mugabe ununterbrochen an der Macht und nahm sich dabei jede Menge heraus. Er regierte das Land als Diktator. Das bedeutet, er traf alle Entscheidungen selbst.

Robert Mugabe wird die nächsten Wochen in Asien unterwegs sein.
Der 93-jährige Robert Mugabe Quelle: Themba Hadebe/AP/dpa

Wer eine andere Meinung hatte, musste befürchten, dafür ins Gefängnis zu kommen. Auch bei früheren Wahlen soll Mugabe mit Gewalt und Betrug dafür gesorgt haben, dass er immer wieder zum Präsidenten gewählt wurde. Außerdem sorgte er dafür, dass es vor allem ihm, seiner Familie und seinen Freunden gut ging. Doch das ging Anfang November dann schief.

Um seine eigene Frau zu bevorzugen und zur Vizepräsidentin zu machen, also zu seiner Stellvertreterin, warf Mugabe seinen bisherigen Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa einfach raus. Doch der wehrte sich und wurde dabei vom Militär unterstützt - Mugabe musste zurücktreten.

Mugabes Herrschaft

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