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Die SPD nach der Wahl

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Nach dem schlechten Wahlergebnis will die SPD nicht mehr mit der CDU/CSU zusammen regieren. Sie will in die Opposition. Doch warum und was ist das eigentlich?

Martin Schulz am 24.09.2017 in Berlin
Für Martin Schulz ist klar: Die SPD geht in die Opposition. Quelle: epa

Noch nie haben so wenige Menschen bei der Bundestagswahl die Partei SPD gewählt. Lediglich 20,5 Prozent der Wähler machten ihr Kreuzchen am vergangenen Sonntag bei der SPD. Die Sozialdemokraten überlegen jetzt, wie sie in den nächsten Jahren wieder mehr Menschen von ihrer Politik überzeugen können.

Keine Große Koalition mehr

Die Parteiführung hat nun gesagt, die SPD werde keine große Koalition mehr mitmachen, sondern dieses Mal in der Opposition bleiben. In der Opposition sein, dass bedeutet für eine Partei, nicht zu regieren. Sie hat die Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren und bei den politischen Diskussionen eigene Vorschläge zu machen. Außerdem vertreten die Parteien in der Opposition die Interessen der Menschen, von denen sie gewählt wurden.

Anders als bei einer Regierungskoalition kann die SPD das fordern, was sie und viele ihrer Wähler für richtig halten und muss sich nicht mit anderen Parteien absprechen. In einer Großen Koalition müsste sie sich wiederum mit der CDU/CSU in verschiedenen Punkten einig werden. Die SPD denkt nun, dass sie in der Opposition bis zu den nächsten Wahlen im Jahr 2021 wieder mehr Wähler von sich überzeugen kann. So soll klarer werden, für welche Inhalte und Ziele die SPD steht.

Die SPD als Oppositionsführer

Als weiteren Grund, in der Opposition zu sein, nannte die SPD das gute Abschneiden der Partei AfD. Diese Partei wird von vielen Menschen in Deutschland kritisiert. Um deren Ansichten etwas entgegenzusetzen, will die SPD eine große Rolle in der Opposition spielen.

Wer wird dann regieren?

"Jamaica Koalition" - Symbolbild (2017)
Wird es bald eine "Jamaika-Koalition" geben? Quelle: reuters

Am wahrscheinlichsten ist eine sogenannte "Jamaika-Koalition". Das ist eine Koalition aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen. Sie heißt deshalb so, weil die Farben der beteiligten Parteien - Schwarz, Gelb und Grün - an die Nationalflagge des Landes Jamaika erinnern. Wie sich diese drei Parteien einig werden, ist unklar. Sie diskutieren zurzeit heftig und versuchen ihre Ziele zusammenzubringen.

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