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10 Millionen Menschen sind staatenlos

Ein wichtiger Mitarbeiter der Vereinten Nationen hat gefordert, dass mehr für staatenlose Menschen getan werden müsse.

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Filippo Grandi ist bei den Vereinten Nationen für die Interessen von Flüchtlingen zuständig. Er hat am Freitag gefordert, dass es in Zukunft keine Staatenlosigkeit mehr geben dürfe. Denn Staatenlosigkeit ist für betroffene Menschen ein großes Problem.

Filippo Grandi hält in Genf eine Rede
Filippo Grandi setzt sich für staatenlose Menschen ein. Quelle: epa

Was bedeutet Staatenlosigkeit?

Fast alle Menschen auf der Welt gehören einem Staat an. Die meisten Menschen, die in Deutschland leben, haben die deutsche Staatsangehörigkeit, manche auch die türkische oder von einem ganz anderen Staat. Rund zehn Millionen Menschen auf der Welt gehören allerdings zu keinem Staat: Sie sind staatenlos und das ist ein Problem, denn oft werden Staatenlose benachteiligt und haben nicht die gleichen Rechte wie andere Menschen.

Wer wird staatenlos?

Eine Gruppe syrischer Flüchtlingskinder im Libanon.
Viele Kinder von Geflüchteten haben keine Staatsangehörigkeit. Quelle: reuters

Staatenlos wird man zum Beispiel als Folge eines Krieges. Viele Syrer sind vor den Kämpfen in Syrien in das Nachbarland Libanon geflohen, ohne Pass oder Papiere. Viele Kinder der Flüchtlinge, die im Flüchtlingslager im Libanon geboren wurden, gelten als staatenlos. Weil die Eltern oft keine Papiere haben, können sie die Kinder nicht registrieren. Sie sind weder Syrer noch Libanesen. Für die Kinder ist das ein großes Problem, denn sie haben nicht automatisch das Recht zur Schule zu gehen, oder eine Behandlung von einem Arzt bezahlt zu bekommen, wenn sie krank oder verletzt sind.

Auch die Rohingya sind staatenlos

Die Rohingya sprechen eine ganz andere Sprache als die meisten Menschen im Land, sie kleiden sich anders und sie haben eine andere Religion. Weil sie so anders sind, werden sie nicht offiziell als Bürger von Myanmar anerkannt. Auch sie sind staatenlos. Das führt dazu, dass die Rohingya ausgegrenzt werden. Mittlerweile wurden schon Tausende aus dem Land vertrieben.

Unter den etwa 600.000 Flüchtlingen sind auch viele Kinder.
Auch die Rohingya sind staatenlos. Quelle: reuters

Gegen Staatenlosigkeit

Fillipo Grandi von den Vereinten Nationen fordert, dass es in Zukunft keine Staatenlosigkeit mehr geben dürfe. Er sagt, Kinder sollten die Staatsangehörigkeit des Landes oder die gleiche Staatsangehörigkeit wie die Eltern bekommen.

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