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Ungeliebtes Tier?

Überall wuseln Tauben in den Innenstädten rum und picken eifrig die Essensreste vom Boden auf - und nicht gerade jeder freut sich darüber.

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Nicht sehr gerne gesehen: Stadttauben
Oft nicht gerne gesehen: Stadttauben
Quelle: dpa

Manche Menschen finden Stadttauben nervig und störend. Andere denken sogar, dass sie Krankheiten auf uns übertragen könnten. Doch das stimmt nicht! Dabei waren Tauben doch mal beliebte Haustiere. Weil sie treu und zuverlässig sind, wurden sie schon bei den alten Römern und Griechen vor knapp 2.800 Jahren gezüchtet. Mittlerweile gibt es aber leider viel zu viele Tauben in den Städten. Und die verrichten ihr Geschäft gerne mal auf Gebäuden und Autos - zum Ärger vieler Menschen!

Ausgesetzt

Weiße Hochzeitstauben
Weiße Hochzeitstauben
Quelle: dpa

Doch wie kommen die Tauben eigentlich in die Stadt? Genau genommen sind Stadttauben heimatlose Haustiere. Im Gegensatz zu ihren wilden Verwandten auf dem Land sind Stadttauben die Nachkommen entflohener Haustauben. Die wurden extra gezüchtet und für bestimmte Zwecke eingesetzt. Weiße Tauben zum Beispiel werden auch heute noch als Symbol der Liebe an Hochzeiten freigelassen. Andere sind als Brieftauben tätig. Manche dieser Tauben kehren aber nicht mehr zu ihren Besitzern zurück oder werden sogar absichtlich freigelassen. Und die gesellen sich dann häufig zu den Tauben in den Städten und vermehren sich dort.

Tauben haben es nicht leicht

Stadttauben haben einige Probleme. Sie können nicht in Ruhe nisten, weil sie ständig verscheucht werden. Außerdem finden sie oft nicht genug zu fressen. Tauben sind Vegetarier - fressen in den Städten aber alles, um satt zu werden. Und das sind meist weggeworfene Essensreste. Achtung: Tauben zu füttern ist in einigen Städten verboten! Auch wenn es gut gemeint ist: Futter für Vögel auf den Boden zu werfen, gilt meistens als Verschmutzung öffentlicher Plätze.

Ein Herz für Tauben

Stets durstig und hungrig: Stadttauben
Stets durstig und hungrig
Quelle: dpa

Viele Tierschützerinnen und Tierschützer setzen sich für die Vögel ein. Es gibt sogar sogenannte "Stadttaubenhilfen", die sich um verletzte oder kranke Stadttauben kümmern. Und auch für mehr Taubenhäuser setzen sich Tierschützer ein. Die sind nämlich nicht nur für die Tauben was Tolles, sondern auch für uns Menschen: Die Vögel haben ein festes Dach über dem Kopf und müssen nicht hungern, weil sie dort gefüttert werden. Außerdem nisten sie nicht mehr an unerwünschten anderen Plätzen in den Städten. Dann muss sich auch niemand mehr über die vielen Tauben aufregen!

Na, wusstet ihr schon...?

Tauben können übrigens ganz schön viel - und zwar weitaus mehr als manch anderer Piepmatz! Wir haben hier ein paar spannende Fakten über Tauben für euch:

  • Tauben sind ziemlich schlau. Sogar schlauer, als der intelligenteste Mensch. Glaubt ihr nicht? Ist aber so! Bei einem Intelligenztest mussten bestimmte Gegenstände in einem Raum erkannt werden - und diese Aufgaben konnten die Tauben schneller lösen als der schlaueste Mensch!
  • Tauben können sich Muster merken: Bis zu 725 verschiedene Muster können sich die Vögel merken. Und das macht sie zu richtigen Kunstkennern: Tauben können mal eben locker die Kunstwerke verschiedener Künstler erkennen und unterscheiden. Das kann bestimmt nicht jeder Mensch von sich behaupten!
  • Tauben kennen den Weg. Habt ihr euch schon mal gefragt, warum Brieftauben immer wieder nachhause finden? Das liegt daran, dass Tauben einen Magnetsinn besitzen! Sie haben ein besonderes Organ, mit dem sie das Magnetfeld, das die Erde umgibt, spüren. Dadurch wissen die Tauben immer ganz genau, wo Norden liegt. So finden sie immer wieder ihren Weg zurück.
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