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Bundespräsident dankt Jordanien für Flüchtlingshilfe

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist in Jordanien zu Gast. Dort hat er sich dafür bedankt, dass das Land Hundertausende Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen hat.

Steinmeier in Jordanien
Bundespräsident Steinmeier war zu Gast bei König Abdullah von Jordanien. Quelle: dpa

Bei einem Treffen mit König Abdullah von Jordanien sagte Steinmeier, dass er großen Respekt für das Land habe. "Es ist bewundernswert, was Jordanien leistet unter diesen schwierigen Bedingungen", sagte der Bundespräsident.

Jordanien ist ein kleines Land, nur etwas mehr als neun Millionen Einwohner leben dort. Das sind etwa dreimal so viele Menschen wie in Berlin. In kurzer Zeit flüchteten aber Hundertausende Menschen aus Syrien in das Nachbarland Jordanien. Denn in Syrien herrscht seit Jahren Krieg.

Die Situation der Flüchtlinge in Jordanien

Das auf einmal so viele Menschen nach Jordanien kamen, sorgte für Probleme in dem Land. Es fehlen Lebensmittel, Medikamente, Wohnungen und Arbeitsplätze für all die Menschen.

"Das Geschäft mit der Flucht – Wer an den Flüchtlingscamps verdient": Zaatari Flüchtlingslager für Syrer in Jordanien.
In dem Lager Za'atari leben heute etwa 80.000 Menschen. Quelle: ap

Im Norden Jordaniens, nur wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt, liegt das größte Flüchtlingslager des Landes. In dem Lager Za'atari leben heute etwa 80.000 Menschen. Dank Hilfsorganisationen und Geldspenden anderer Länder sind die Menschen dort versorgt. Sie schlafen in kleinen Containerwohnungen, die sind zum Teil mit Matratzen und Kühlschränken ausgestattet. Auf der Hauptstraße des Lagers gibt es Lebensmittelläden und Friseurgeschäfte. Auch Schulen gibt es dort. Im Sommer wird es in dem Flüchtlingslager allerdings sehr heiß, im Winter frieren die Menschen. Arbeit finden die Flüchtlinge dort kaum. Die meisten wollen nicht dort bleiben. Sie hoffen, dass sie irgendwann wieder in ihre Heimat Syrien zurück können.

Mehr Geld für mehr Hilfe

Weil Jordanien so viele Menschen aufgenommen habe, brauche das Land auch in Zukunft Unterstützung, sagte Steinmeier bei seinem Besuch. Er will sich dafür einsetzen, dass außer Deutschland noch weitere Länder Jordanien Geld geben, damit sich das Land auch weiter um die Menschen aus Syrien kümmern kann.

schule-jordanien
An jordanischen Schulen werden auch syrische Kinder unterrichtet. Quelle: dpa

Mit dem Geld aus Deutschland wird nicht nur das Flüchtlingslager Za'atari unterstützt, sondern auch Schulen wird geholfen. Kinder, die aus Syrien geflohen sind, gehen dort in den Unterricht. Auch eine solche Schule hat der Bundespräsident in Jordanien besucht.

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