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Diskussion um Stierkämpfe auf Mallorca

Zwei Jahre lang war es auf der spanischen Insel Mallorca verboten, dass Stiere bei Stierkämpfen verletzt oder getötet werden. Doch ein Gericht hat das Verbot aufgehoben.

Am Freitagabend findet in der Stadt Palma zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder ein Stierkampf auf der Insel statt, bei dem Stiere getötet werden. Vor zwei Jahren hatte die Regionalregierung von Mallorca das Verletzten und Töten von Stieren bei Kämpfen verboten. Doch vor kurzem hat ein spanisches Gericht entschieden, dieses Verbot wieder aufzuheben. Stierkampf-Gegner sind entsetzt, dass die Veranstaltung erlaubt wurde. Tagelang hatten sie vor dem Rathaus von Palma demonstriert und gehofft, dass der Stierkampf nicht stattfinden würde. Doch am Donnerstag hat die Stadtverwaltung von Palma entschieden: Die Stierkämpfe dürfen stattfinden.

Archivbild
Stierkämpfe sind umstritten: Sie locken viele Menschen in die Arenen, viele andere wollen die Kämpfe verbieten.
Quelle: Clara Margais/dpa

Große Begeisterung und große Ablehnung

Über Stierkampf wird in Spanien schon lange diskutiert. Für die einen ist es eine wichtige Tradition. Sie finden: Stierkampf gehört einfach zu Spanien. Tausende von Menschen besuchen bei Stierkämpfen die großen Arenen. Doch viele Menschen sind auch dagegen. Sie sind der Meinung: Stierkämpfe sind Tierquälerei und sollten deshalb verboten werden.

Keine Verbote durch Regionalregierungen

In einigen spanischen Regionen - zum Beispiel Mallorca und Katalonien - hatten die Regierungen deshalb Stierkämpfe verboten oder strenge Regeln dafür aufgestellt. Doch ein wichtiges Gericht hat Ende 2018 entschieden, dass Regionalregierungen keine Verbote aussprechen dürfen. Die Begründung des Gerichts: Stierkampf ist so wichtig in Spanien, dass nur die spanische Regierung über Verbote im ganzen Land entscheiden kann.

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