Schon gewusst?

Mit Mein ZDF-Konto können Sie angefangene Videos weiterschauen und weitere tolle Funktionen nutzen.

Sie sind hier:

Streit um Migrationspakt

Die UN hat eine Art Plan zum Umgang mit Migranten aufgestellt. Über diesen sogenannten Migrationspakt gibt es gerade Streit unter deutschen Politikern.

Datum:

Die Vereinten Nationen (UN), ein Zusammenschluss aus 193 Ländern, haben eine Art Vereinbarung mit einigen Ländern getroffen: Den Migrationspakt. In dieser Vereinbarung sind Regeln darüber festgelegt, wie die Länder mit Migranten umgehen.

logo!-Grafik: Migration
Der Migrationspakt soll den Umgang mit Migranten regeln.
Quelle: ZDF

Migration heißt so viel wie Abwanderung. Migranten sind zum Beispiel Männer, Frauen und Kinder, die aus ihren Heimatländern in andere Länder ausgewandert sind. Sie leben also nicht mehr in ihrem Heimatland. Jedes Land geht sehr unterschiedlich mit Migranten um. Wir erklären es auch an Beispielen:

  • Schule: In manchen Ländern gibt es eine Schulpflicht. Dort darf jedes Kind lernen – also auch Kinder, die aus dem Ausland kommen. In anderen Ländern haben Kinder von Migranten keine Möglichkeit, in die Schule zu gehen.
  • Arbeit: Wer arbeiten gehen möchte, um Geld zu verdienen, braucht in fast allen Ländern eine Arbeitserlaubnis. In manchen Ländern ist die schnell zu bekommen, in anderen aber nur schwer. Oft können Migranten dann gar nicht arbeiten oder dürfen nur schlecht bezahlte Arbeit machen. Ohne Arbeit und Geld müssen manche dann sogar betteln gehen.
  • Medizinische Versorgung: In manchen Ländern bekommen Migranten eine Krankenversicherung und können einfach zum Arzt gehen, wenn sie krank sind. In anderen Ländern werden Migranten gar nicht oder nur schlecht versorgt.

Die Regeln des Migrationspakts

Beim Umgang mit Migranten gibt es also große Unterschiede. Um das zu ändern, haben sich fast alle Länder der Welt zusammengetan und einen Migrationspakt gemacht. Darin stehen 23 Regeln zum Umgang mit Migranten. Eine wichtige Regel ist, dass die Menschenrechte geschützt werden sollen. Das heißt, dass Migranten nicht benachteiligt werden dürfen, sondern die gleichen Rechte haben wie alle anderen Menschen auch. Und eine wichtige Regel sagt auch, dass Kinder eine Möglichkeit haben müssen, zur Schule zu gehen.

Jetzt wird es ein wenig verrückt: Eigentlich steht in dem Migrationspakt nichts Neues. Die Menschenrechte gelten sowieso für jeden Menschen und deshalb natürlich auch für Migranten. Nur hat sich bislang eben nicht jedes Land daran gehalten. Außerdem steht in den Regeln, dass jedes Land selbst bestimmen darf, wie viele Migranten in ihr Land kommen können und auch, ob zum Beispiel kriminelle Migranten gar nicht erst einwandern dürfen. Und auch das galt vorher schon. Der Pakt macht also nur nochmal deutlich, an welche Grundregeln sich jedes Land halten müsste. 192 Länder hatten sich auf den Pakt geeinigt. Darunter auch Deutschland.

logo! erklärt

ZDFtivi | logo! - Der Migrationspakt

Viele Länder gehen sehr unterschiedlich mit Migranten um. Der Migrationspakt soll genau das ändern. Er ist eine Art Vereinbarung, in der Grundregeln festgelegt wurden. logo! erklärt, welche das sind.

Videolänge:
1 min

Kritik am Migrationspakt

Trotzdem gibt es viel Kritik an dem Migrationspakt. Politiker in Deutschland streiten sich darüber, weil einige der Meinung sind, dass durch den Pakt Menschen ermutigt werden, auszuwandern. Sie befürchten, dass so mehr Migranten nach Deutschland kommen. Viele Kritiker befürchten auch, dass Deutschland durch den Pakt doch nicht mehr selbst bestimmen oder kontrollieren kann, welche und wie viele Migranten nach Deutschland kommen. Unterschrieben ist der Pakt übrigens noch nicht. Erst im Dezember sollen die einzelnen Länder, die dem Pakt zugestimmt haben, auch unterschreiben. Und selbst dann: Der Pakt ist kein Vertrag. Das heißt, die Länder sind nicht gezwungen, sich an die Regeln des Paktes zu halten.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Screenshot vom neuen Player Interface mit dem Weiterschauen-Button

Melden Sie sich kostenlos an und nutzen Sie Funktionen wie Weiterschauen angefangener Videos, Merklisten auf allen Geräten, persönliche Empfehlungen und Altersfreigabe zum Ansehen jugendgeschützter Videos vor 22 Uhr.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!