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Rettungsschiff "Aquarius" endlich angekommen

Seit Tagen sorgt das Schiff mit mehr als 600 Flüchtlingen an Bord für Aufregung. Die Länder Italien und Malta hatten dem Rettungsschiff verboten in ihren Häfen anzulegen. Nun hat das Schiff endlich einen Hafen erreicht.

Datum:
Libyen Italien Malta
Der weiße Pfeil zeigt den Weg von Libyen über das Mittelmeer nach Italien. Quelle: ZDF

Das Schiff "Aquarius" hatte vor etwa einer Woche 629 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Sie waren zuvor mit Schlauchboten aus dem afrikanischen Land Libyen unterwegs in Richtung Europa. Auf dem Meer wären sie dann fast untergegangen.

Eigentlich wollte die "Aquarius" die Flüchtlinge dann nach Italien oder Malta bringen. Denn der Weg dorthin wäre der schnellste gewesen. Und nach den europäischen Regeln sollen Rettungsboote die Flüchtlinge auf dem schnellsten Weg an Land bringen.

Flüchtlinge auf dem Rettungsschiff «Aquarius». Archivbild
Flüchtlinge auf dem Rettungsschiff "Aquarius" Quelle: Kenny Karpov/SOS Mediterranee/dpa

Italien und Malta lassen die Menschen nicht an Land

Italien und Malta stritten sich aber tagelang darüber, wo das Boot hinfahren soll. Italien war der Meinung, dass Malta die Flüchtlinge aufnehmen muss. Malta war der Meinung, dass Italien sie aufnehmen muss.

Regierung in Italien will weniger Flüchtlinge aufnehmen

Die "Aquarius" hat bereits häufiger Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Bisher hat die italienische Regierung die Flüchtlinge aufgenommen. Allerdings gibt es in Italien seit Anfang Juni eine neue Regierung. Sie will in Zukunft weniger Flüchtlinge in Italien aufnehmen. Mehr zu der neuen Regierung erfahrt ihr im verlinkten Artikel.

"Aquarius" ist auf dem Weg nach Spanien

Die "Aquarius" brachte gerettete Flüchtlinge nach Valncia.
Die "Aquarius" brachte gerettete Flüchtlinge nach Valencia. Quelle: Alberto Saiz/AP/dpa

Am Dienstag hat Spanien sich dazu bereit erklärt, die Flüchtlinge aufzunehmen. Deswegen sind die Flüchtlinge - auf drei Schiffe verteilt - die lange Strecke nach Spanien gefahren. Das ist eine große Belastung für viele Geflüchtete. Sie sind von der Flucht sehr geschwächt oder sogar krank. In Spanien empfingen viele Helfer und Ärzte die Menschen und versorgten sie mit dem Nötigsten. Sie wollen nun in Europa um Asyl bitten – also versuchen, dauerhaft dort zu bleiben.

Italien ist mit den vielen Flüchtlingen überfordert

Viele Politiker diskutieren jetzt wieder einmal darüber, wie die EU in Zukunft mit Flüchtlingen umgehen soll. Die Politiker kritisieren Italien dafür, dass sie die Flüchtlinge nicht aufnehmen wollten. Allerdings fordert Italien schon seit einiger Zeit, mehr Unterstützung aus der EU zu bekommen.

In den vergangenen Jahren sind mehr als 600.000 Flüchtlinge aus Afrika nach Italien gekommen. Das Land fühlt sich damit schon seit Langem überfordert. Das bedeutet aber nicht, dass Italien gar keine Flüchtlinge mehr aufnimmt. Am Mittwoch kam ein Schiff mit mehr als 900 Flüchtlingen an der italienischen Insel Sizilien an.

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