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Sturm-Chaos: So sieht es nach "Herwart" aus

Am Sonntag hat Sturm Herwart über Teilen Deutschlands gewütet und ein riesiges Chaos hinterlassen.

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Mit bis zu 176 Kilometern pro Stunde fegte am Sonntag Herbststurm Herwart vor allem über Nord- und Ostdeutschland hinweg. Dabei ließ er Bäume auf Straßen stürzen, setze vor allem Teile von Hamburg unter Wasser und legte Bahnstrecken lahm. Mehrere Menschen wurden durch den Sturm verletzt, mindestens vier Menschen kamen in den Sturmfluten ums Leben. Auch in Tschechien und Polen hat Herwart viele Schäden angerichtet.

Flugzeug notgelandet

Auch in Frankfurt waren die Windböen zu spüren. Der Pilot einer Passagiermaschine kreiste eine ganze Weile über Frankfurt, wagte es wegen der starken Windböen aber nicht, zu landen. Weil der Treibstoff langsam knapp wurde, flog er nach Stuttgart und landete das Flugzeug zur Sicherheit lieber dort. Die Bahn stoppte den Zugverkehr in den betroffenen Gebieten. Zum Teil ließ sie an Bahnhöfen Züge offen stehen, damit Reisende, die nicht weiterkamen, dort übernachten konnten. Auch am Montag fielen noch zahlreiche Züge aus. Mittlerweile rollt der Bahnverkehr auf den meisten Zugstrecken aber wieder.

Ein Feuerwehrmann zersägt einen dicken Baumstamm, der auf ein Auto gestüzt ist.
Die Feuerwehr befreit in Berlin ein Auto von einem umgestürzten Baum. Quelle: reuters

Feuerwehr im Dauereinsatz

Rettungskräfte waren in vielen Teilen Deutschlands im Dauereinsatz. Sie räumten Bäume von Straßen, Hausdächern und Autos und kämpften gegen die Überschwemmungen an. Insgesamt hat Sturm Herwart aber wohl nicht ganz so viele Schäden angerichtet, wie Sturm Xavier, der Anfang Oktober über Nord- und Ostdeutschland gefegt war. Das könnte daran liegen, dass mittlerweile viele Bäume schon ihre Blätter verloren haben und der Wind sich somit nicht mehr so leicht in den Baumkronen verfangen und die Bäume umreißen kann.

Wie kommt so ein Sturm an seinen Namen?

Vielleicht habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum Stürme ausgerechnet Herwart, Xavier, Axel oder Ela heißen? Seit 1954 werden die Stürme in Deutschland vom Meteorologischen Institut der Freien Universität in Berlin benannt. In einem Meteorologischen Institut beschäftigt man sich vor allem mit dem Wetter. In Jahren mit ungeraden Jahreszahlen, also auch 2017, bekommen Tiefdruckgebiete wie Herwart männliche Vornamen. Hochdruckgebiete bekommen einen Frauen-Vornamen. Im nächsten Jahr ist es dann genau andersherum. Seit dem Jahr 2002 kann man "Wetterpate" werden. Das bedeutet, dass man gegen Geld ein Wetterereignis nach sich benennen lassen kann. So kann man dafür sorgen, dass zum Beispiel ein zukünftiger Sturm den eigenen Namen trägt.

Ein Mann fährt mit dem Fahrrad durch das Hochwasser in Hamburg.
Das Wasser hat Teile der Hamburger Hafenstadt geflutet. Quelle: reuters

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