Sie sind hier:

Neuer Präsident in Südafrika

In dem Land wurden schwarze Menschen lange Zeit benachteiligt. Viele werfen dem vorherigen Präsidenten vor, dass er nicht genug dagegen unternommen habe. Sie hoffen nun, dass es mit dem neuen Präsidenten besser wird.

Datum:

Vor wenigen Tagen ist der bisherige Präsident Südafrikas, Jacob Zuma, zurückgetreten. Jetzt gibt es einen neuen Präsidenten: Cyril Ramaphosa. Viele Menschen in Südafrika haben große Hoffnungen, dass Ramaphosa ihr Land verändern wird und dass es ihnen nun endlich besser gehen könnte. Denn Südafrika hat schwierige Zeiten hinter sich.

Machtwechsel in Südafrika: Cyril Ramaphosa
Cyril Ramaphosa ist der neue Präsident Südafrikas.
Quelle: dpa

Blick in die Geschichte

Vor etwa 70 Jahren herrschte in Südafrika die sogenannte "Apartheid" - das bedeutet "Trennung". Schwarze durften damals nur getrennt von den Weißen leben. Es gab zum Beispiel getrennte Toiletten und getrennte Schulen für Schwarze und für Weiße. Und es gab Orte wie zum Beispiel Parks oder Strände, an die nur weiße Menschen durften. Menschen mit dunklerer Hautfarbe hatten damals viel weniger Rechte und wurden stark benachteiligt. Doch dann protestierten immer mehr Menschen dagegen.

Anführer der Proteste

Nobelpreisträger
Nelson Mandela (links) bekam 1993 den Friedensnobelpreis. Er setze sich für ein gerechteres Leben in Südafrika ein.
Quelle: dpa

Nelson Mandela führte die Proteste gegen die Apartheid an. Dafür wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Erst als die Proteste immer wütender wurden und sich auch andere Länder einmischten, lenkte die südafrikanische Regierung ein.1989 endete die Apartheid. Kurz darauf kam Nelson Mandela frei und wurde 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. Damals versprach er allen Menschen im Land die gleichen Rechte.

Weiterhin Benachteiligung von Schwarzen

Doch die Ungerechtigkeiten zwischen Schwarzen und Weißen sind bis heute nicht beseitigt. Noch immer leben vor allem schwarze Südafrikaner in Armut, viele haben keine Arbeit. Viele wohnen in "Townships", das sind Wohngegenden für Schwarze, die während der Zeit der Apartheid eingerichtet wurden. Viele Weiße sind dagegen reicher und wohnen in schöneren Wohngegenden.

Hoffnung auf bessere Zeiten

Viele Menschen in Südafrika meinen, dass der vorherige Präsident nicht genug gegen die Benachteiligung der Schwarzen unternommen habe. Zum Beispiel habe er es nicht geschafft, dass mehr schwarze Menschen Arbeit bekommen und davon leben können. Der neue Präsident Cyril Ramaphosa soll es nun besser machen. Sein großes Vorbild ist Nelson Mandela. Wie Mandela versprach Ramaphosa den Menschen jetzt, gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen und für mehr Arbeitsplätze zu sorgen. Viele haben deshalb die Hoffnung, dass sich jetzt endlich etwas verändert in Südafrika.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!