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Einige Textilfirmen verzichten auf giftige Stoffe

Die Umweltorganisation Greenpeace ist zufrieden mit einer Aktion: Immer mehr Kleidungsfirmen verzichten auf sehr giftige Chemikalien bei der Herstellung von Kleidung.

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Bei der Herstellung von Kleidung werden häufig giftige Chemikalien verwendet. Dagegen startete die Umweltorganisation Greenpeace 2011 eine Aktion. Ein Ziel: So viele Kleidungsfirmen wie möglich dazu zu bringen, bei der Herstellung von Kleidung auf extrem umwelt- und gesundheitsgefährdende Chemikalien zu verzichten. Inzwischen machen weltweit 80 Firmen bei dieser Aktion mit. Diese Firmen verpflichten sich freiwillig zu diesen Punkten:

  1. Sie machen öffentlich, wo die Einzelteile herkommen, aus denen ihre Kleidung hergestellt wird. Sie haben also sogenannte transparente Lieferketten.
  2. Sie verbannen mindestens die elf für die Umwelt und Gesundheit gefährlichsten Chemikalien aus der Herstellung.

Außerdem überprüfen Labore, ob in den Abwässern der Fabriken giftige Chemikalien sind.

Mehr Textilfabriken sollen künftig giftfrei arbeiten. Archiv
Arbeiter in einer Textilfabrik Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Fortschritte gemacht, aber noch viel zu tun

Greenpeace ist zufrieden, dass mittlerweile so viele Firmen immer weniger giftige Stoffe bei der Produktion ihrer Kleidung verwenden. Das teilte die Umweltorganisation am Donnerstag mit. Doch es gibt noch viel zu tun. Denn diese Firmen stellen nur ungefähr ein Drittel aller Klamotten her, die in Deutschland verkauft werden. Außerdem fordert Greenpeace die Politiker der Europäischen Union auf, klare Regeln für die Produktion von Kleidung zu machen und beispielsweise die allergiftigsten Chemikalien für die Herstellung von Kleidung komplett zu verbieten.

Woher kommen die giftigen Stoffe?

Stoff wird gefärbt
Ein Stoff wird gefärbt. Quelle: ap

Bei der Produktion von Kleidung werden zum Beispiel oft giftige Stoffe verwendet, um die Kleidung zu färben oder sie regenfest zu machen. Das ist natürlich vor allem für die Arbeiter und Arbeiterinnen gesundheitsgefährdend, die mit den giftigen Stoffen hantieren. Denn die Chemikalien können Krankheiten wie beispielsweise Krebs auslösen. Doch auch für die Umwelt ist das gefährlich, denn die Chemikalien gelangen durch Abwässer in Flüsse und Meere. Ein weiteres Problem: In vielen Ländern, in denen Kleidung hergestellt wird, kontrollieren die Behörden die Abwässer der Fabriken nur sehr unregelmäßig.

Was könnt ihr tun?

  • Neue Kleidung sollte immer erst gewaschen werden, bevor ihr sie anzieht. Denn die Chemikalien können auch für euch ungesund sein.
  • Es gibt Ökosiegel, auf die ihr beim Einkauf achten könnt. Zum Beispiel: IVN Best, GOTS, Öko-Tex Standard 100
  • Wenn Kleidungsstücke oder Schuhe extrem nach Chemie riechen, lieber die Finger davon lassen.
  • Auch Hinweise auf dem Etikett könnten Hinweise auf Chemie sein: "separat waschen", "knitterfrei" oder "nur chemisch reinigen" könnten auf Chemikalien hindeuten.


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