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Trauer um Lehrer

In Frankreich ist ein Lehrer brutal getötet worden. Tausende Menschen trauern um ihn. Erfahrt hier, was passiert ist.

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Seit Tagen sind viele Menschen in Frankreich geschockt. Denn am Freitag ist in der Nähe von Paris etwas Grausames passiert. Ein Lehrer wurde getötet, weil er im Unterricht umstrittene Bilder gezeigt hat.

Trauerbild des getöteten Lehrers Samuel Paty
Viele trauern um den Lehrer Samuel Paty.
Quelle: dpa

Was im Unterricht los war

Der Lehrer wollte im Unterricht über Meinungsfreiheit diskutieren und hat Bilder der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" gezeigt. Diese Zeitschrift hatte mehrmals Zeichnungen des Propheten Mohammed veröffentlicht und sich mit diesen Zeichnungen über ihn lustig gemacht. Mohammed ist der wichtigste Prophet im Islam, der Religion der Muslime. Die meisten Muslime sind der Meinung, dass man sich kein Bild von Mohammed machen darf. Wegen dieser Karikaturen gab es Streit und sogar einen Anschlag. Mehr dazu erfahrt ihr in dieser Info-Box. Über diesen Karikaturen-Streit wollte der Lehrer im Unterricht diskutieren.

Was dann passiert ist

Die Schülerinnen und Schüler durften selbst entscheiden, ob sie sich die Mohammed-Bilder ansehen wollen. Trotzdem hat sich der Vater einer Schülerin sehr darüber aufgeregt, dass der Lehrer die Bilder gezeigt hat. Er hat im Internet dazu aufgerufen, gegen den Lehrer vorzugehen. Das hat offenbar den Täter angestiftet, den Lehrer zu töten. Kurz danach wurde der Täter von der Polizei erschossen. Der Täter war vermutlich Islamist. Was Islamismus ist, erfahrt ihr im verlinkten Artikel. Viele Muslime sind geschockt über das, was passiert ist und verurteilen die Tat.

Demos und Gedenkfeier für den Lehrer

Tausende Menschen sind seitdem auf die Straße gegangen, um an den Lehrer zu gedenken. Außerdem wollen sie zeigen: Wir dürfen uns durch solche Taten nicht einschüchtern lassen. Jeder muss seine Meinung frei sagen können und Lehrerinnen und Lehrer dürfen keine Angst haben, solche Themen im Unterricht zu diskutieren.

paris, frankreich, 19.10.2020
"Je suis prof." heißt "Ich bin Lehrer". Damit wollen die Demonstranten ihr Mitgefühl zeigen.
Quelle: reuters

Diesen Text haben Linda und Hannes geschrieben

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